Freitag, 8. September 2017

Freundschaft

Ich habe eine für mich sehr wichtige gute Freundin und aktuell die Befürchtung, dass diese Freundschaft zerbrechen könnte, da ich mich in einer Gruppe engagieren will, die ihr nicht passt.
Wir sind seit über 15 Jahren gut befreundet und auch Entfernungen konnten daran nie etwas ändern. Wir haben gleiche Ziele wie eine friedliche offene Welt, Gleichberechtigung und der Kampf für die Meinungsfreiheit, Toleranz etc., aber unterschiedliche Wege, auf denen wir meinen, das erreichen zu können.
Sie befindet sich in einem stark linken, feministisch radikalen Umfeld, mit dessen Aktionen und Veranstaltungen ich auch nicht immer konform gegangen bin. Aber ich habe es akzeptiert und ich weiß auch, sie gehört zu den Guten, die die Ziele einfach wirklich ernst meinen statt irgendwelcher Machtspielchen (was ich sonst leider in der linken Ecke häufig beobachten konnte).
Ich mag es stundenlang mit ihr zu Reden und zu diskutieren, gerne über Themen, in denen wir teilweise völlig unterschiedlicher Meinung sind. Denn sie ist eine der wenigen Personen, die nicht nur eine Meinung, sondern auch Argumente haben. Durch ihre Meinungen und Argumente erhalte ich in Gesprächen immer wieder neue Gedanken und Anregungen. Auch wenn ich mich meist nicht überzeugen lasse, hilft ein solcher Kontakt, um über den eigenen Tellerrand zu schauen. Sie wird mich nie von ihrer radikalen Einstellung überzeugen und ich werde sie sicher auch nicht von meiner Einstellung überzeugen – das will ich auch gar nicht, da ich gerade den Austausch mit gegenteiligen bzw. unterschiedlichen Meinungen wichtig finde. Weil sonst besonders die Linken immer sehr misstrauisch sind, ist es normalerweise äußerst schwierig, sachliche und ruhige Gespräche zu führen, wenn man selbst eine für denjenigen nicht genehme Meinung vertritt. Aber vielleicht hilft bei uns auch, dass wir einen gewissen feministischen Grundkonsens haben und uns bereits sehr lange kennen.

Wie bereits aus einem meiner letzten Artikel hervorging, plane ich nun, aktiv zu werden und nicht mehr alles hinzunehmen. Ich habe lange Zeit gedacht, dass man sowieso nichts ändern kann bzw. dies über Parteien und Parlamente probieren sollte und Gruppen wie Greenpeace oder Attac eher belächelt als geglaubt, dass diese ernsthaft etwas erreichen könnten.
Mittlerweile sehe ich das anders. Ich sehe leider keine Partei, mit der ich inhaltlich so sehr übereinstimme, dass ich mich bei ihr engagieren würde. Genauso wenig habe ich Lust auf einen langen Weg durch irgendwelche Instanzen bis man irgendwann mal etwas erreicht. Es geht viel mehr darum, die Menschen auf der Straße wachzurütteln, diejenigen dazu zu bekommen, nachzudenken über bestimmte Dinge. Genau das kann man aber nur machen, in dem man selbst aktiv wird. Ich weiß, dass es immer auch Gegenwind gibt und häufig Menschen, die eben anderer Meinung sind, aber ich will auch nicht mehr alles so ruhig hinnehmen wie ich es bisher getan habe!

Ich hoffe, dass meine Freundschaft nicht an meinem Aktivismus für eine (meiner Meinung nach) gute Sache zerbricht! Dass wir immer noch gemeinsam ins Café gehen und miteinander über alles reden können, auch wenn wir vielleicht bei Demonstrationen auf unterschiedlichen Seiten stehen!
Nicht ohne Grund war sie die erste Person, mit der ich über das Thema geredet und  um eine Meinung gebeten habe. Weil sie mir nach all der langen Zeit, den gemeinsamen Gesprächen und Erlebnissen auch einfach wirklich wichtig ist!

Kommentare:

  1. Nicht in Parteien, nicht in Instanzen, nicht in belächelten Gruppen, aber auf der Straße wachrütteln. --Nacktivismus.Ich finde die Vermutung duchaus nett, du darfst sie aber durch klarere Konturen korrigieren.

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    1. @Stephan: Was meinst du mit Instanzen?
      Bei nacktem Aktivismus hatte meine Freundin wohl weniger Probleme, aber mehr nice ich eigentlich nicht sagen..

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    2. "Bei nacktem Aktivismus hatte meine Freundin wohl weniger Probleme, aber mehr nice ich eigentlich nicht sagen.."

      Das klingt irgendwie falsch, und sexy verboten. Bevor ich völlig davon abgelenkt werde, ich frage nach Inhalt und Methoden. Ich habe kein Bild davon was du auch nur ungefähr vorhast.

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    3. "Ich habe kein Bild davon was du auch nur ungefähr vorhast"

      Und das ganz bewusst, denn darum soll s in diesem Artikel nicht gehen ;)

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    4. "Und das ganz bewusst, denn darum soll s in diesem Artikel nicht gehen ;)"

      Ms. Teasa Cliffhanger.

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  2. Interessanter Artikel.

    Habe ich es richtig verstanden - deine Freundin akzeptiert zwar deine entgegengesetzten Positionen, möchte aber nicht, dass du dich für diese Positionen öffentlich engagierst?

    Du du ja eigentlich nicht gerade eine radikale Feministin bist, würde mich interessieren, welche Argumente deiner Freundin dir plausibel erscheinen. Du schreibst ja:

    Denn sie ist eine der wenigen Personen, die nicht nur eine Meinung, sondern auch Argumente haben.

    Kannst du Beispiele für Argumente nennen?

    Du scheinst ja auch manche Aktionen aus ihrem Umfeld gut zu finden (in einem stark linken, feministisch radikalen Umfeld, mit dessen Aktionen und Veranstaltungen ich auch nicht immer konform gegangen bin - "nicht immer" bedeutat ja zumindest: manchmal). Welche Aktionen sind es denn, mit denen du konform gehst?

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    1. Hallo Anonym!
      (ein wie auch immer gearteter Name trägt übrigens zur Wiedererkennung bei, was einer Diskussion hilft ;) )

      "Habe ich es richtig verstanden - deine Freundin akzeptiert zwar deine entgegengesetzten Positionen, möchte aber nicht, dass du dich für diese Positionen öffentlich engagierst?"

      Jain. Also sie hat bisher immer meine entgegengesetzten Positionen akzeptiert bzw. mit mir darüber auch diskutiert. Aber die Gruppe, bei der ich mich wahrscheinlich engagiere, da diese in ca. 95% der Fälle exakt die Meinung vertreten, die ich auch vertrete (was äußerst selten zu finden ist) passt ihr nicht.

      "Du du ja eigentlich nicht gerade eine radikale Feministin bist, würde mich interessieren, welche Argumente deiner Freundin dir plausibel erscheinen."

      Meine Freundin ist die radikale Feministin von uns zwei ;)

      "Kannst du Beispiele für Argumente nennen?"

      So aus dem Bauch heraus finde ich das gerade sehr schwierig, da es immer vom jeweiligen Thema abhängig ist. Wenn du das im Bezug auf die jetzige Problematik unserer Freundschaft meinst, war ihr Argument, dass die Freundschaft nicht viel Sinn macht, wenn ich mich gegen Sachen einsetze für die sie kämpft. Das ist eben alles recht kompliziert.

      "Welche Aktionen sind es denn, mit denen du konform gehst?"

      Gewaltfreier Protest für die eigenen Ideale finde ich immer in Ordnung, beispielsweise Demonstrationen etc.

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  3. "dass die Freundschaft nicht viel Sinn macht, wenn ich mich gegen Sachen einsetze für die sie kämpft"

    Ihr habt scheinbar Dinge gemeinsam, bzw. Dinge die euch an einander gefallen, sagen wir auf der Charakterebene. Aus dehnen enstehen dann (in Kombination mit irgendwas) "politische" Haltungen, die ihr aneinander vermeintlich nicht mögt. Ich finde eher interessant, wo die Trennung erfolgt, und wo Widersprüchlichkeiten und Dinge liegen, derer ihr euch über euch selbst jeweils nicht bewusst seid.

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    1. @Stephan:
      "Ich finde eher interessant, wo die Trennung erfolgt, und wo Widersprüchlichkeiten und Dinge liegen, derer ihr euch über euch selbst jeweils nicht bewusst seid."

      Was meinst du damit, dass wir uns über Widersprüchlichkeiten und Dinge über uns selbst nicht bewusst sind?
      Ich bin mir ziemlich bewusst, wo die Unterschiede und Widersprüche liegen ;)

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    2. Vereinfacht, nimm an das politische Positionen aus Persönlichkeitsmerkmalen resultieren. Wenn auch die Persönlichkeit des anderen gefallen hat, weist das darauf hin, dass die politischen Differenzen nicht das Ausmaß von Welten haben können.

      Oft denke ich - hm, ich denke, dass oft - politische Positionen einen Ausgleich zu persönlichen Präferenzen darstellen. Etwa, "ich vertrete progressive Politik, dann darf ich persönlich traditionell sein". (Der Ausgleich muss nicht bewusst sein; teils liegt darin auch eine Selbsttäuschung darüber wie man ist. "Ich bin politisch progressiv, also bin ich auch persönlich progressiv." Es ist leichter, politisch eine Haltung einzunehmen, zu inszenieren, als das persönlich/"privat" zu tun.)

      Ist ein Kommentar von mir verloren gegangen, oder hast du dich gegen ihn entschieden?

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    3. Korrektur: "Wenn [euch] die Persönlichkeit des anderen gefallen hat"

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    4. "Wenn auch die Persönlichkeit des anderen gefallen hat, weist das darauf hin, dass die politischen Differenzen nicht das Ausmaß von Welten haben können."

      Dazu zitiere ich mal aus dem Text: "Dass wir immer noch gemeinsam ins Café gehen und miteinander über alles reden können, auch wenn wir vielleicht bei Demonstrationen auf unterschiedlichen Seiten stehen!"

      Das mit den unterschiedlichen Seiten bei Demonstrationen war nicht ausschließlich metaphorisch gemeint. Stellt sich eben die Frage, was man als Ausmaß von Welten bezeichnet. ;)

      "Oft denke ich - hm, ich denke, dass oft - politische Positionen einen Ausgleich zu persönlichen Präferenzen darstellen. Etwa, "ich vertrete progressive Politik, dann darf ich persönlich traditionell sein"."

      Hmm, das sehe ich so weniger. Beispielsweise vertreten ja gerade nicht heterosexuelle Menschen eine progressive Politik, die diesen Vorteile bringt.
      Ich selbst vertrete in erster Linie eine Politik der Freiheit und möchte es jedem zugestehen, zu leben, wie es ihm passt, so lange er mich in meiner Freiheit da nicht zu sehr einschränkt.

      "Ist ein Kommentar von mir verloren gegangen, oder hast du dich gegen ihn entschieden?"

      Da ist nichts mehr... Vielleicht einfach nochmal posten.

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    5. "Das mit den unterschiedlichen Seiten bei Demonstrationen war nicht ausschließlich metaphorisch gemeint."

      Eine politische Position kann aus Abwägungsentscheidungen entstehen. Eure Gefühle, Wertvorstellungen, etc. können sich in der Summe um nur einen Punkt unterscheiden, und du landest mit 51/100 bei "Ja", und sie bei "Nein". Das kann durchaus systematisch so passieren.

      "Beispielsweise vertreten ja gerade nicht heterosexuelle Menschen eine progressive Politik, die diesen Vorteile bringt." Es vertreten bemerkenswert viele Heterosexuelle Politik die Homosexuellen (mehr) nutzt. Sicherlich gibt es dafür mehrere Gründe. - Zwei Beispiele sind Personen die nach außen strikt konservative Positionen vertreten, deren eigene Lebensführung aber nicht so ist, und Feministinnen, die einen umgekehrten Split haben (davon scheint es unterhaltsam viele zu geben, ein Beispiel ist Beauvoir; Wollstonecraft dürfte auch ein bisschen Ärger mit männlichen Philosophen gehabt haben).

      Wenn du mal Lust hast, kannst du einen Konflikt auswählen und zur Betrachtung stellen.

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    6. "Eine politische Position kann aus Abwägungsentscheidungen entstehen. Eure Gefühle, Wertvorstellungen, etc. können sich in der Summe um nur einen Punkt unterscheiden, und du landest mit 51/100 bei "Ja", und sie bei "Nein"."

      Bei 51/100 würde man sich nicht aktiv engagieren, dass tut man meist nur, wenn man ziemlich komplett hinter einer Sache steht!

      "Wenn du mal Lust hast, kannst du einen Konflikt auswählen und zur Betrachtung stellen."

      Ich bin mir zwar nicht ganz sicher, ob du das so meinst, aber:

      1.Ethnopluralismus ist vernünftig und bedeutet Schutz der Vielfalt.
      1.Ethnopluralismus ist rassistisch und führt zu globaler Apartheid

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    7. "Bei 51/100 würde man sich nicht aktiv engagieren, dass tut man meist nur, wenn man ziemlich komplett hinter einer Sache steht!"

      Das sehe ich nicht ganz so. (In der Tat ist es trotzdem ein beachtlicher Faktor.) Leute die in Gruppen auf die Straße laufen dürfte es in einem beachtlichen Teil um das Gemeinschaftserlebnis gehen, um Zugehörigkeit, Sicherheit, und (auch darin) um das Identitätsmoment. Dieses Bedürfnis ist nicht davon abhängig, ob man an sich völlig von einem Inhalt überzeugt ist.

      Ihr dürftet beide Pluralismus schätzen. Richtig?

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    8. "Das sehe ich nicht ganz so."

      Glaub mir, dass es bei uns so ist ;)


      "Ihr dürftet beide Pluralismus schätzen. Richtig?"

      Ich bin mir nicht sicher, wie du Pluralismus definierst?

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    9. "Glaub mir, dass es bei uns so ist ;)"

      Ich glaube schönen Frauen eher weniger. Mal sehen.

      Ich nehme an "Ethnopluralismus" meint territorial (insbesondere staatlich) Regionen die kulturell unterschiedlich sind bzw. den Wunsch das zu gewährleisten. Man könnte das negativ "Kulturprotektionismus" nennen. Ich schätze ihr schätzt beide kulturelle Vielfalt (auch verkörpert in Individuen). Stimmt das?

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    10. "Ich glaube schönen Frauen eher weniger. Mal sehen."

      Hmm... Entweder bin ich hässlich oder eine Lügnerin - keine gute Auswahl. Aber glücklicherweise weißt du ja gar nicht wie ich aussehe ;)

      "Ich schätze ihr schätzt beide kulturelle Vielfalt (auch verkörpert in Individuen). Stimmt das?"

      Möglicherweise, aber was bringt das, wenn man diametral unterschiedliche Ansichten hat, wie das zu erreichen wäre?

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    11. "Möglicherweise, aber was bringt das, wenn man diametral unterschiedliche Ansichten hat, wie das zu erreichen wäre?"

      Guter Zweck, falsches Mittel. Gute Gesinnung, falsche Umsetzung. Besser als, dass eine von euch die komplette Verkörperung des Bösen in Interesse und Weg ist.

      Zudem erlaubt dass eine Diskussion über die richtigen Mittel, die weit erfolgsversprechender ist als eine über grundlegende Präferenzen/Vorlieben/Zwecke.
      Ihr solltet vielleicht auch ein bisschen auf den Boden kommen, und in Rechnung stellen wie effektiv eure Handlungen letztlich sein können. Ich glaube kaum, dass eine von euch den Staat transformieren wird. Insbesondere nicht, wenn ihr beide schöne Frauen seid. Das heißt, das eher wenig Grund gibt, einander Fallen zu legen.

      "Hmm... Entweder bin ich hässlich oder eine Lügnerin - keine gute Auswahl." Richtig betrachtet spreche ich einfach länger mit dir, bevor ich etwas glaube. Du wärst also schön und hättest längere Gespräche mit mir. Das ist eine geradezu phantastische Auswahl.

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    12. @Stephan:
      "Besser als, dass eine von euch die komplette Verkörperung des Bösen in Interesse und Weg ist."

      Problem könnte allerdings werden, dass eine der Meinung ist, die andere sei die komplette Verkörperung des Bösen ;) (bzw. die Ansichten)

      "Zudem erlaubt dass eine Diskussion über die richtigen Mittel, die weit erfolgsversprechender ist als eine über grundlegende Präferenzen/Vorlieben/Zwecke."

      Nein, ich denke, es ist komplizierter.

      "Ich glaube kaum, dass eine von euch den Staat transformieren wird. Insbesondere nicht, wenn ihr beide schöne Frauen seid. Das heißt, das eher wenig Grund gibt, einander Fallen zu legen."

      Gemeinsam mit vielen, kann man auch was erreichen. Was soll eigentlich ständig das Gelaber von "schönen Frauen", willst du mich irgendwie Triggern?


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    13. "Gemeinsam mit vielen, kann man auch was erreichen. Was soll eigentlich ständig das Gelaber von "schönen Frauen", willst du mich irgendwie Triggern?"

      Hm. Jedenfalls nicht planvoll. Hat sich zu einem Nebenstrang entwickelt, den ich beiläufig fortgeführt hab. Etwa in der Art einer Fortsetzungsreizwortgeschicht, mit einer gewissen Ähnlichkeit zu dem Pingpongschläger mit am Faden hängenden Ball. Keine Ahnung wie das Spiel heißt, mir ist dazu nur "Ball in a cup" untergekommen: https://www.youtube.com/watch?v=P4tfL_oCUPA - Ähnlich wie mit diesen Spiele kann ich nachvollziehen wenn du dich genervt fühlst, sch-- Miria. -- "Triggern" ist mir nur aus der Sportmedizin bekannt, und von traumwandelnden College-Studenten. Du scheinst etwas anderes zu meinen.

      "Gemeinsam mit vielen, kann man auch was erreichen." Wobei dein Kausalbeitrag, die Wirkung des Einzelnen, regelmäßig gering ist. Deine Gesinnung ist also gut (eure Werte gleichen sich beträchtlich), und dein Mittel kann nicht viel bewirken (ebenso wie ihres). Ihr könntet euch also vertragen. Aber vielleicht ist es komplizierter. Du darfst aber natürlich eine Fortsetzungsgeschichte daraus machen, oder dich in Schweigen hüllen. (Ich habe gerade bewusst "Tease" und "Cliffhanger" vermieden, um nicht wieder in eine Reizwortgeschichte zu verfallen.)

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    14. "Wobei dein Kausalbeitrag, die Wirkung des Einzelnen, regelmäßig gering ist."

      Oft ist es ja nicht eindeutig nachvollziehbar wie viel der Einzelne beiträgt. Aber eine Demo, an der zig Tausend Menschen teilnehmen kann bereits zu einem Umdenken in der Gesellschaft teilnehmen. (eine solche hat mein Freundin beispielsweise schon mal als eine der Hauptorganisatorinnen gemacht).
      Je nachdem, wie man es anpackt etc. , kann man natürlich auch etwas bewirken/beeinflussen. Wenn jeder so denken würde wie du, dann würde man ja nie was gesellschaftlich erreichen können.

      "Ihr könntet euch also vertragen."

      Wir haben uns gar nicht gestritten, sondern sachlich die Situation erörtert ;)

      "Aber vielleicht ist es komplizierter.2

      Leider ja: unsere Gruppen stehen zueinander so wie die Rechten und die Antifa, da ist es nicht so einfach miteinander ;)

      "Du darfst aber natürlich eine Fortsetzungsgeschichte daraus machen, oder dich in Schweigen hüllen."

      Da ich selbst erst angefangen habe, mich zu engagieren, halte ich mich diesbezüglich eben ein wenig zurück´. ;)

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  4. "Je nachdem, wie man es anpackt etc. , kann man natürlich auch etwas bewirken/beeinflussen. Wenn jeder so denken würde wie du, dann würde man ja nie was gesellschaftlich erreichen können."

    Es reicht, dass Menschen sich Ausdruck verleihen wollen, sie müssen nicht glauben, damit den Gang der Gesichte verändern zu können. Aggregiert ändert sich die Geschichte (und der Kausalbeitrag des Einzelnen ist regelmäßig immer noch verschwindent gering). Das wirkt nicht sonderlich romantisch. Anders als eure Beziehung im Widerstreit der Gruppen, Mirijulia und Ramona.

    "Wir haben uns gar nicht gestritten, sondern sachlich die Situation erörtert ;)" Ihr haltet euch also sachlich gegenseitig für unvernünftig. Mädchen.

    "Da ich selbst erst angefangen habe, mich zu engagieren, halte ich mich diesbezüglich eben ein wenig zurück´. ;)" Finde ich in Ordnung. Auch damit du nicht zu überheblich wirst. Allerdings interessiert mich durchaus, was deine häretischen Positionen sind, Bösewicht.

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    1. "Ihr haltet euch also sachlich gegenseitig für unvernünftig."

      Ja, ich würde das aktuell tatsächlich am ehesten so beschreiben ;)

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    2. Das wirkt leicht irrational. Apropos, ich hab gefallen daran gefunden, "schöne Frau" zu sagen. -- Wie funktioniert das mit dem Triggern, Miria?

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    3. Was ist daran irrational?

      Zum Rest äußere ich mich jetzt nicht näher...

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    4. "Was ist daran irrational?"

      In einem rationalen Gespräch festzustellen, dass der jeweils andere irrational ist.

      "Zum Rest äußere ich mich jetzt nicht näher..."

      Huh. Leider kann ich nicht sagen, ob mich das triggert.

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    5. Wir haben nicht festgestellt, dass der andere irrational ist, sondern dass der andere eine in einigen Punkten eben gegenteilige Meinung vertritt.
      Mir persönlich ging es in dem Gespräch auch darum, abzuchecken, was dran ist an ihren Vorwürfen und Belege dazu zu bekommen. Überzeugt hat mich davon aber nichts wirklich.
      Immerhin habe ich so mal einen Verfassungsschutzbericht gelesen, s eine durchaus interessante Lektüre sein kann ;)

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    6. Ihr habt festgestellt, dass du dich rationaler Weise nicht von ihr überzeugen lässt.

      "Immerhin habe ich so mal einen Verfassungsschutzbericht gelesen, s eine durchaus interessante Lektüre sein kann ;)" Und du kannst jetzt viel besser "Verfassungsschützer und Dissidentin" spielen.

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    7. Ja, werder ich lasse mich überzeugen noch sie. Finde ich auch nicht schlimm. Ich kann mir jedem reden, egal wie konträr die Meinung ist - und mache das sogar gerne.

      "Und du kannst jetzt viel besser "Verfassungsschützer und Dissidentin" spielen"

      Wie soll ich das jetzt wieder verstehen?

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    8. "Ja, werder ich lasse mich überzeugen noch sie. Finde ich auch nicht schlimm. Ich kann mir jedem reden, egal wie konträr die Meinung ist - und mache das sogar gerne."

      Ja, solange man sich nicht bedroht fühlt, ist das ziemlich nett. Was sind eure unterschiedlichen Prämissen?

      "Wie soll ich das jetzt wieder verstehen?" Als Rollenspiel.

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    9. "Ja, solange man sich nicht bedroht fühlt, ist das ziemlich nett. Was sind eure unterschiedlichen Prämissen?"

      Das bedarf näherer Erläuterung.

      "Als Rollenspiel"

      Das auch.

      Tu mir doch den Gefallen und versuche, dich klar und deutlich auszudrücken ;)

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    10. So lange man nicht davon ausgehen muss, dass eine Diskussion oder eine fremde Meinung das eigene Schicksal negativ beeinflussen können, ist Reden, Denken, und Meinen eitel Sonnenschein, sonst unheilvoll.

      Rollenspiel. Sex.

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