Sonntag, 22. März 2015

Von Glück und glücklich sein

Zum Anlass des internationalen Tag des Glücks (ich weiß, ich bin ein bisschen zu spät),  habe ich mir auch mal Gedanken darüber gemacht, was bedeutet eigentlich Glück und was macht glücklich?

Viele sind leider der Meinung Geld bzw. materieller Reichtum würde glücklich machen. Tatsächlich hat eine Studie herausgefunden, dass ein erhöhtes monatliches Einkommen glücklicher macht.  Die aber auch nur bis zu einer bestimmten Summe und die liegt bei ca. 2500 Euro monatlich (natürlich für eine Einzelperson und nicht eine fünfköpfige Familie). Dieses Einkommen ermöglicht ein angenehmes Leben ohne große Sorgen und trägt damit dazu bei, glücklich zu sein.  Eine weitere Steigerung des Einkommens hilft nicht dabei das persönliche Glücksempfinden weiter zu steigern.
Ich habe die Studie jetzt leider nicht zur Hand, also kann man mit entweder glauben, es sein lassen oder die Studie im Netz suchen und in einem Kommentar posten ;)

Im allgemeinen ist es so, dass Erlebnisse um vielfaches glücklicher machen als Materielles.  Wenn man also nur ein begrenztes Budget zur Verfügung hat, dann sollte man es lieber in ein Erlebnis wie Urlaub,  Sport oder Fallschirmspringen investieren als in das nächste Designerkleid.

Ein weiterer Punkt, der viele Menschen glücklich macht, ist die Liebe.  Nicht nur die Liebe zwischen Partnern, sondern auch die Liebe in der Familie oder zwischen Freunden. Eine Umarmung, nette Worte, ein Lächeln - all diese kleinen Aufmerksamkeiten machen glücklich! Ein Mensch, der niemand anderen hat, wird kein glückliches Leben führen können.

Egal was passiert, egal wie sehr man denkt, dass man mal wieder Unglück hat und es allen anderen besser geht, nichts ist tatsächlich so schlimm wie es in dem Moment scheint.
Um glücklich zu sein, hilft es, bei allen Dingen zu versuchen, das Positive zu sehen.  Ein guter Freund von mir kann da beeindruckend gut.  Ich bin oft geradezu fasziniert davon. Wenn wir beispielsweise am Samstagmorgen geweckt werden, weil in der Metzgerei ein Stockwerk tiefer gearbeitet wird, freut er sich darüber, dass wir noch im Bett liegen können, während andere arbeiten müssen. Viele andere Menschen hätten in der Situation sich darüber aufgeregt an einem freien Tag so früh geweckt zu werden und hätten gleich schlechte Laune.

Meine persönlichen Glücksmomente:

- aus dem Fenster sehen und die Berggipfel der zwei- und dreitausender im Sonnenschein leuchten sehen.

- Mit dem Auto einfach losfahren und mir die Welt ansehen: Verona, Venedig, München,  Reschensee,  Gardasee,  Pragser Wildsee...

- Mit Freunden Telefonieren und Probleme bequatschen können

- nach der Arbeit sehen,  was ich geschaffen habe - auch ein wenig stolz drauf sein.

- Gutes Essen genießen

- und noch einiges mehr...

Was sind eure Glücksmomente? Mit welchen Methoden schafft ihr euch ein möglichst glückliches Leben?

Mittwoch, 11. März 2015

These: Eine Frau kriegt jeden Mann ins Bett

Kurz zu näheren Erläuterung: Wenn eine Frau einen Mann attraktiv findet und sich vornimmt, mit dem Sex zu haben, so wird sie in in 99% der Fälle auch bekommen.  Ausgenommen homosexuelle oder die wenigen vergebenen und treuen Männer.

Diese These diskutierte ich gestern mit einer Freundin, deren Meinung dagegen steht.  Sie denkt, dass es genug Gründe gibt für einen Mann, einer Frau eine Abfuhr zu erteilen, an vorderster Stelle natürlich, dass er sie nicht attraktiv /sexuell anziehend findet.
In der weiteren Diskussion auch mit einigen Freunden wird eher ihre Meinung vertreten. Wenn es aber um Tatsachen, um Handlungen geht, so stützten diese meine These.  Frauen danach gefragt, ob sie jemals eine Abfuhr bekommen haben, wenn sie einen Mann für Sex wollen, verneinen dies. Männer danach gefragt, ob sie jemals "Nein" zu einer Frau gesagt haben, verneinten dies ebenfalls.  Auch diejenigen, die zuvor meine These vehement bestritten.
Es wurde auf den Zufall geschoben, dass die Frauen eben Männer angemacht haben, die sie ebenfalls attraktiv fanden.

Nun einige Ideen, Vermutungen, zu oben genannter These :
- Vielleicht bekommt eine Frau nicht jeden rum, aber jeden, den sie will, weil sie automatisch nur solche Männer anziehend findet, die die auch wiederum attraktiv finden. Könnte biologische Ursachen haben, vielleicht kann Christian dazu ja mal was sagen.

- Es könnte auch eine Rolle spielen, dass Männer seltener von Frauen angemacht werden als umgekehrt und so ihre Chance nutzen wollen.

- Möglicherweise sind nur solche Frauen offensiv gegenüber Männern, die sowieso recht attraktiv und selbstbewusst sind und daher nur sehr geringe Chancen bestehen abgelehnt zu werden.

Dies sind alles nur Vermutungen, aber meine These ergibt sich eben aus persönlichen Erfahrungen und Erfahrungen im Freundeskreis selbst von solchen Menschen, die eben rational nicht an die Gültigkeit glauben.

Wichtig weiterhin, ich spreche hier nicht von einer langjährigen Liebesbeziehung, sondern von Sex, egal ob jetzt ONS oder Affäre.
Wäre interessant zu erfahren, wie andere das sehen und vor allem, was die Erfahrungen im Bezug auf die zuvor genannten Fragen an Männer und Frauen sagen.

Sonntag, 8. März 2015

Gender bei "hart aber fair"

In der wöchentlichen Talk-Sendung "hart aber fair", lautete an letztem Montag das Thema "Nieder mit den Ampelmännchen - Deutschland im Gleichheitswahn".
Geladen war leider wenig Kompetenz und stattdessen viel Polemik. Gäste waren:  Anne Wizorek, die nicht viel mehr vorzuzeigen hat als "Bloggerin" als Berufsbezeichnung und die es dem Zufall zu verdanken hat, dass ihr Hashtag #Aufschrei ihr plötzlich zu medialer Aufmerksamkeit verhalf. Anton Hofreiter,  Fraktionschef der Grünen im Bundestag, der sich politisch eigentlich mehr auf Umwelt und Verkehr konzentriert hat als auf Geschlechterthemen.  Wolfgang Kubicki,  stellvertretender Vorsitzender der FDP und Fraktionschef im Landtag außerdem beruflich tätig als Strafverteidiger. Sophia Thomalla, Schauspielerin und qualifiziert für eine Teilnahme an der Talk - Runde durch ihre Eigenschaft als Frau.  Letzte in der Runde Birgit Kelle, die vermutlich in erster Linie gekommen ist, um ihr aktuelles Buch zu promoten (wie auch Anne Wizorek, was ich zuvor vergessen hatte zu erwähnen),  aber auch zumindest schon einmal mit dem Thema auseinandergesetzt hat.
Diese geballte Kompetenz diskutierte nun über das Thema Gender, welches schon im Titelnamen der Sendung völlig einseitig tendenziös dargestellt wurde.
Und die Diskussion selbst war nicht besser.  Der vernünftigste Satz am diesem Abend kam meiner Erinnerung nach von Anton Hofreiter als dieser nachfragte, warum kein Experte zum Thema eingeladen wurde - wenigstens einer in der Runde hatte es gemerkt.
Es wurden dann über die meiste Zeit irgendwelche Strogpuppen (yeah, geschlechtsneutral, bei so einem Thema muss das mal ;))  wie röhrende Hirsche oder Unisextoiletten behandelt.  Am Rand ging es dann auch mal zum sexuelle Belästigung, wobei sich alle einig waren, dass diese nicht zu dulden ist, aber nicht über die Definition der sexuellen Belästigung.  Frau Thomalla ist der Meinung, dass Wizorek alles viel zu eng sieht und man sich als Frau doch über Komplimente freuen sollte statt diese zu verteufeln! Und in dem Fall gerne ich ihr eindeutig Recht.  Es ist schade, dass das Verhältnis zwischen Männern und Frauen immer mehr vergiftet wird durch solche "Skandale" wie damals mit Brüderle.
Aber auch Wizorek hätte eigentlich gutes und richtiges zu sagen, allerdings verspielt sie sich bei mir jede Chance darauf ernstgenommen zu werden, weil sie wie eine plärende dreijährige jedem zu jederzeit ins Wort gefallen ist.  Die einzig richtige Reaktion kommt nahe dem Ende der Sendung von Thomalla, als diese mit einem "pscht" und einer abwinkenden Handbewegung auf das Geplärre antwortet.

Anton Hofreiter versucht dem vermeintlichen Mainstream-Feminismus in den Arsch zu kriechen und ist dabei nicht einmal in der Lage "Sex" (biologisches Geschlecht)  und "Gender" (soziales Geschlecht) zu unterscheiden.  So weit hätte man sich im Vorfeld als Arschkriecher zumindest informieren können.  Sonst hätte er sicher nicht den Fehler gemacht, Gender-Professuren damit zu verteidigen, dass beispielsweise der Aufbau der Knie bei Männern und Frauen unterschiedlich ist und dies bei Prothesen wichtig ist.
Gender- Professuren hingegen sind dafür zuständig, die Studenten beispielsweise darüber aufzuklären, dass Frauen bei gleicher Arbeit 23% weniger verdienen und selbst wenn jemand auf die tatsächlichen Inhalte der Studie hinweist, auf ihrem Standpunkt zu verharren - selbst erlebt. Aber Sekundärliteratur scheint für "Genderforschung" wohl ausreichend zu sein...

Alles in allem konnte ich diese Sendung mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachten: ein lachendes, weil das ganze Theater als solches (vielleicht Komödie) betrachtet ziemlich lustig war.  Und ein weinendes, weil zigtausende das ernst nehmen und denken, dort sitzen Leute,die Ahnung vom Thema haben.

Sonntag, 1. März 2015

Feindbild Feministin erhalten

Ich bin Feministin! Ich bin für die Gleichberechtigung zwischen allen Menschen, egal welchen Geschlechts!
Das ist nämlich die Kernaussage des Feminismus: Gleichberechtigung! Wie diese nun zu erreichen ist, da gehen die Meinungen teilweise weit auseinander.
Es macht einen Unterschied, ob man die Menschen als Individuum oder als zwei sich gegenüberstehende Gruppen von Männern und Frauen betrachtet. Bei der Betrachtungsweise der Gruppen wird beispielsweise eine Frauenquote favorisiert,  da eine Verteilung von Positionen über zwei gleiche Gruppen mit nur dem unterschiedlichen Merkmal Geschlecht, die so unterschiedlich ausfällt wie sie es aktuell tut, nur aufgrund von Benachteiligung des einen Geschlechts zustande kommen kann.
Hier geht es dann aber nicht mehr nur um Gleichberechtigung, sondern einen Schritt weiter: Gleichstellung. Leider in der Umgangssprache oft verwechselt, kann ich aber eigentlich davon ausgehen, dass jeder, der sich ein wenig mit den Geschlechterthemen beschäftigt hat, diese Unterscheidung kennt. Gleichstellung fordert Ergebnisgleichheit ohne dabei die Wünsche und Interessen der Individuen zu berücksichtigen.
Gleichberechtigung hingegen möchte die gleiche Ausgangssituation, das bedeutet, dass jeder Mensch individuell die gleichen Rechte hat und was er damit dann macht, ist ihm selbst überlassen. Dann ist es vielleicht interessant zu schauen, warum mehr Frauen Kindergärtnerinnen werden und mehr Männer Börsenmakler, aber diese Situation ist nicht gleich als falsch zu verurteilen. Zumindest nicht so lange die nötige Ausbildung beider Berufe allen Menschen gleichermaßen offensteht.

Feministin sein, bedeutet jetzt nur ein Einsetzen für die Gleichberechtigung. Es gibt auch viele Feministinnen, die sich weiterhin für Gleichstellung einsetzen, was aber eher eine Art Extremisierung des Feminismus ist, in etwa so wie Islam und Salafisten.

Und natürlich ist bekannt, dass gerade Extremisten und Radikale immer am lautesten sind und auffallen. Von 5 Millionen Muslimen in Deutschland verstehen sich nicht einmal 10.000 als Salafisten, trotzdem meint jeder, zu wissen, was Islam bedeutet, denn in den Nachrichten und Talkrunden wird ja über die Salafisten berichtet. Wenn man dann aber ganz normale und gemäßigte Muslime kennenlernt ändert man vielleicht sein Bild vom Islam.
Auch im Feminismus sind die Extremen und Radikalen am sichtbarsten,  das prominenteste Beispiel Alice Schwarzer oder auch die Mädchenmannschaft. Hier wird allerdings das Bild traurigerweise nicht korrigiert, wenn man vernünftige Feministinnen, die sich für den tatsächlichen Grundsatz des Feminismus, nämlich Gleichberechtigung, einsetzen, trifft. Nein, im Gegenteil, der Person wird dann einfach abgesprochen, Feministin zu sein.  Denn sonst müsste man ja sein Feindbild korrigieren und könnte nicht mehr allumfassend gegen "den Feminismus " hetzen, was so manchen Männerrechtler sicher stark enttäuschen würde.
Und eigentlich verstricken sich die Männerrechtler und Maskulisten da selbst in einen Widerspruch: einerseits wird ständig gefordert, dass Feministinnen nicht nur in ihrer eigenen Filterblase kreisen und alle anderen Meinungen abblocken, sondern sich für Diskussionen und Argumente öffnen sollen und wenn man es dann tut, so ist man keine "richtige Feministin".  Auf diese Weise kann man natürlich nicht mit Feministinnen diskutieren.  Und traurigerweise wird das Bild aufrecht erhalten, obwohl die meisten Feministinnen keine "Salafisten" sind!