Samstag, 5. Dezember 2015

Mein Schmerz

Ich und mein Herr haben uns für den heutigen Tag eine DVD Box ausgeliehen: Die Geschichte der O. In einer Version aus fünf Teilen, die insgesamt einige Stunden dauert.
Die Story ist kurz und knapp die, dass die Hauptperson O völlig darin aufgeht, ihrem Lebensgefährten zu dienen, sich ihm unterzuordnen.
Dieser bringt sie nach Roissy, einem Schloss, in dem sie für ihn in seinem Auftrag zur perfekten Sklavin abgerichtet wird. Dazu gehören die Kleidung, die mehr zeigt als verdeckt (denn die anwesenden Sklavinnen müssen für alle Herrn auf dem Schloss in jeder Art sexuell verfügbar sein),  ebenso Auspeitschungen oder das Anketten der Sklavinnen.

Die Ganze Geschichte und auch die einzelnen gezeigten Praktiken erregen mich und anscheinend auch meinen Herrn ziemlich. Ich merke wie ich feucht werde, wenn ich die Auspeitschung von O mit ansehe oder wie ihr befohlen wird einem der Herrn einen zu blasen.

Plötzlich bekomme ich einen Schlag auf den Hintern und mein Herr grinst mich an: "Dich macht es doch genauso geil wie O"
Natürlich hat er recht. Auch ihn erregt der Film so sehr, dass er jetzt doch selbst auch Hand anlegen will. Er befiehlt mir, mich zu entkleiden.
Sobald ich das getan habe, folgen weitere Schläge auf meinen Hinten. Erst etwas sanft und dann immer fester. Ich spüre wie die Haut an meinem Arsch regelrecht brennt, aber ich merke auch, wie meine Geilheit dadurch immer weiter gesteigert wird. Bei jedem neuen Schlag zucke ich zusammen und muss einen kleinen Schrei ausstoßen.
Plötzlich ist eine ganz andere Art von Schmerz und als ich zu meinem Herrn blicke, sehe ich, dass er jetzt den Gürtel aus seiner Hose gezogen hat und meinen Hinten nun damit bearbeitet. Auch er wird immer weiter erregt durch meine Reaktionen, meine Schreie und auch ein wenig durch die Szenen, die immernoch auf dem Fernseher laufen.
Der Schmerz steigert sich für mich jetzt ins unermessliche, da er mit dem Gürtel wieder und wieder die Stellen trifft, die schon zuvor unter seiner Hand gelitten haben. Ich denke, dass ich das nicht mehr lange aushalten kann, überlege kurz abzubrechen, indem ich das Safeword sage. Verkneife es mir dann aber doch, mein Herr weiß gewiss, was er tut und ich möchte die Schmerzen weiter für ihn ertragen, möchte ihn stolz machen, und ihn erfreuen!
Ich weiß gar nicht mehr wie mir geschieht, habe das Gefühl, dass mein ganzer Körper nur noch aus Schmerz besteht. Er zieht sich von meinem Hintern in alle Glieder. Doch plötzlich, in dem Moment als ich denke, ich kann es nicht mehr schaffen, ich halte es nicht mehr aus,  überrollt eine unglaubliche Welle der Lust meinen ganzen Körper, er zuckt unwillkürlich während ich komme wie noch nie zuvor.
Mein Herr hat längst mit der Behandlung aufgehört als ich meine Umgebung wieder wahrnehme. Ich liege im seinen Armen, er streichelt mich und küsst mich auf die Stirn: "Du bist wunderbar! Ich liebe dich! "

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Die wahren Arschlöcher

Ihr kennt die Männer, die sich immer darüber beschweren, dass sie keine Frau abbekommen? Diejenigen, die von sich selbst meinen, sie seien wirklich lieb, nett und aufmerksam, aber die bösen Frauen stehen eben auf Arschlöcher...

Die Männer, die traurig an der Bar zurückbleiben und sich innerlich aufregen, dass sie der hübschen Frau jetzt den ganzen Abend Getränke ausgegeben haben und trotzdem mal wieder nichts läuft!
Diese Männer, die neidvoll, aber auch verächtlich auf die Aufreißer-Typen schauen und die Frauen bemitleiden, die mit diesen den Club verlassen.
Dabei denken sie noch: die Arme! Schon wieder hat einer dieser Arschlöcher es geschafft, der wird vermutlich am nächsten Morgen nicht einmal mehr ihren Namen wissen.

Diese Art Mann gibt dir gerne mal ein Getränk aus, erzählt dir, dass er auf die große Liebe wartet und schneller Sex nichts für ihn ist. Er mag keinen Sex ohne Gefühl und möchte dich kennenlernen.
Wenn du dann nach seinen Schleimereien schon völlig genervt den heißen Typen erblickst, mit dem du vorhin getanzt hast, und dieser dich auch noch erfreut anlächelt, hast du endlich die Gelegenheit, dich zu verabschieden und gehst.

Du weißt genau, der vermeintlich nette Typ will heute Abend das Gleiche wie alle anderen, aber meint so eher ans Ziel kommen zu können.
Während du nun zufrieden mit deinem Tänzer den Club verlässt (er wohnt gleich um die Ecke und muss dir unbedingt seine Bettwäsche zeigen),  denkst du über den ersten: "Was für ein Arschloch!"

Warum die "netten Typen" die wahren Arschlöcher sind, sollte so langsam klar sein.
Sie sind unehrlich, bemitleiden nur sich selbst, verurteilen alle anderen, die das haben, was sie selbst gerne hätten und die Krönung: Sie halten sich tatsächlich für nett und rücksichtsvoll!

Falls du mal an ein solches Exemplar begegnest, versuch ihm klarzumachen, dass er das eigentliche Arschloch ist!
Vielleicht gibt es für den ein oder anderen ja doch noch Hoffnung.


Freitag, 20. November 2015

Erstes Date

Es ist schon Sonntag. Eigentlich wollten wir uns gestern Nachmittag zum ersten Mal treffen und den Nachmittag und Abend miteinander verbringen.
Aber als ich gerade auf dem Weg war bekam ich die Nachricht, dass wir uns nicht sehen können. Sein Großvater hat einen Herzinfarkt und liegt im Krankenhaus. Er hat jetzt keinen Kopf dafür.
Wieder kamen die Zweifel in meinem Kopf: wir kennen uns bisher nur virtuell und wollen uns nun endlich treffen. Jetzt bin ich mehrere Hundert Kilometer bis in die Schweiz gefahren, was wenn alles nur Verarsche war...

Heute ist Sonntag und gleich werden wir uns dann tatsächlich das erste mal sehen. Er hat zwar nicht viel Zeit wegen der momentanen Familiensituation.

Da kommt erendlich auf mich zu und nach einem kurzen "Hallo" nimmt er mich ganz fest in die Arme, drückt mich als würde er mich niemals wieder loslassen wollen. Ich schmiege mich an ihn, genieße seine Nähe, seinen Geruch und seine starken Arme.
Eine Hand liegt fest auf meinem Hintern als er beginnt, sanft meinen Hals zu küssen.
Er nimmt mein Gesicht in deine Hände strahlt mich an und Lust mich auf die Stirn. Ich denke, das könnte der Anfang von etwas ganz wunderbarem sein!

Sonntag, 8. November 2015

Warum hast du bloß keinen Freund?!

Ich bin sicher nicht die einzige, die dies oft zu hören bekommt. Meist in der Kombination mit irgendeinem Kompliment. "Du bist so toll/hübsch/sexy/whatever, warum hast du bloß keinen Freund?"

Warum gibt es so viele Leute, die sich einfach nicht vorstellen können, dass es nicht das oberste Ziel einer Frau ist, einen Mann an ihrer Seite zu haben? Vielleicht will ich auch lieber eine Frau, aber diese Möglichkeit wird von meinem Umfeld auch gar nicht berücksichtigt!
Es gibt auch Frauen, die leben auch allein ganz gut oder wollen sich vielleicht lieber ausleben bevor sie sich an einen Mann binden.
Außerdem gibt es auch Menschen, die sich verlieben und eine Beziehung so führen wollen, wie sie es sich wünschen. Und dafür muss man eben nicht nach dem Motto "Hauptsache ein Mann" vorgehen, sondern es muss der Richtige sein!
Ich möchte mich nicht mit Wolke 4 zufrieden geben (wie in einem aktuellen Song besungen), sondern möchte Wolke 7 und solange ich nicht denjenigen (oder diejenige) finde, der perfekt zu mir passt, bleibe ich lieber Single als mich in eine unglückliche Beziehung zu stürzen.
Leute, die mit dem falschen Partner zusammen sind, sehe ich genug in meinem Umfeld. Woher ich weiß, dass es der Falsche ist?  Männer, die meinen, mich anmachen zu müssen, während die eigene Frau daneben sitzt. Freunde, die sich ausheulen bei mir, dass sie sich nicht trauen, mit ihrer Partnerin über sexuelle Wünsche zu sprechen, da sie Angst vor der Reaktion haben. Aktuell ein junger Mann, der devote Phantasien hat und diese gerne ausleben würde. Aber was ist das bitte für eine Beziehung, in der man sich nicht traut offen über sexuelle Wünsche und Vorlieben zu sprechen? Und von meinem Ex, der vor kurzem seine neue geheiratet hat, obwohl es bei ihnen sexuell so gar nicht passt und er weiterhin mich anmacht, brauche ich erst gar nicht reden.
Ich kenne in meinem Freundeskreis tatsächlich nur eine Beziehung, die ich als ehrlich glücklich bezeichnen würde.

Bei vielen Menschen regiert beim Thema Beziehung wohl eher das Motto: "Hauptsache ich habe jemand und bin nicht alleine!" Das ist schon ziemlich traurig. Und das ist vermutlich auch der Grund, warum man so verwundert ist, wenn eine Frau eben alleine sein will. Wenn man nichts findet, was irgendwie krank oder verkehrt ist und die Person trotzdem nicht in einer Beziehung...

Manchmal denke ich, dass arrangierte Ehen besser, weil ehrlicher wären als das Getue heute.
Und weil ich bei dem Getue nicht mitmache, bleibe ich eben Single... bis vielleicht doch irgendwann die für mich perfekte Person auftaucht!

Samstag, 31. Oktober 2015

Fat Acceptance: Ich bin wunderschön!

Ich habe in letzter Zeit einige Texte gelesen und auch gehört (Podcast),  die mich ziemlich traurig gemacht haben.
Meist Texte von dicken/fetten Personen (bitte sucht sich jeder Betroffene die passende Selbstbezeichnung aus ;)).
Menschen, die sich positiv zum Thema Fat Acceptance äußern, dann aber erzählen, wie sie nicht mehr ins Schwimmbad gehen, weil sie sich nicht trauen, sich im Badeanzug zu zeigen, obwohl sie schwimmen lieben. Dann werden Tipps gegeben, man sollte zum Beispiel andere dicke/fette Menschen finden, mit denen man Aktivitäten machen kann, die einem alleine unangenehm sind wrote schwimmen oder ins Fitness Studio gehen.
Ganz ehrlich, warum fordern Sie Menschen Fat Acceptance, was bedeutet das für Sie? Bedeutet das dann hier nicht viel mehr nur eine Forderung an andere, die Umwelt, statt erstmal an sich selbst zu arbeiten?
Und ich meine hier ganz sicher nicht abnehmen! Wert sich dick wohlfühlt und so glücklich ist, wird ganz sicher nicht glücklicher, wenn er abnimmt. Aber die meisten Texte zeigen mir nur, dass diese Menschen sich eben nicht wohlfühlen, sondern dies wünschen und dafür die anderen verantwortlich machen statt ihr eigenes Weltbild.
Das finde ich sehr schade und macht mich traurig!
Ich bin dick und ganz ehrlich, wenn ich in den Spiegel schaue, finde ich mich wunderschön! Ich esse viel zu gerne als dass ich da was umstellen würde, nur um dünner zu werden! Ich war übrigens auch mal dünn, die meiste Zeit meines Lebens, bis ich krank geworden bin.
Natürlich könnte ich abnehmen, wenn ich wollte, aber ich sehe da gar keinen Sinn. Selbst wenn es stimmt, dass ein gewisses Gesundheitsrisiko besteht, das besteht auch bei so vielen anderen Dingen, die Spaß machen. Und das ist es mir wert!
Ich bin viel selbstbewusster als früher und bekomme nicht gerade wenig Komplimente für mein Aussehen. Als ich noch Modelmaße hatte, habe ich sogar im Alltag viel mehr negative Sprüche zu hören bekommen als jetzt. Sprüche wie "Iss mal mehr!" oder ziemlich hart war in meiner Jugend "du solltest mehr essen, sonst findest du keinen Mann, der hätte ja Angst, dich zu zerbrechen! " Klar, weil ja das wichtigste im Leben ist, einen Mann zu finden...

Attraktivität kommt meiner Erfahrung nach durch Selbstbewusstsein und Ausstrahlung statt durch mehr oder weniger Kilos. Wie soll einen jemand anders schon finden, wenn man selbst sein Spiegelbild nicht mag?
Sehr sehr traurig war ich, als ich im Kommentar auf einem Blog das folgende gelesen habe (ich werde hier nicht verlinken, da ich nicht weiß, ob die Autorin damit einverstanden wäre):

"Die Vorstellung, dass Schönheit von innen kommt und eine Frage von "Ausstrahlung" ist, ist eine zutiefst romantische, aber hat leider nichts damit zu tun, wie "Schönheit" gesellschaftlich gemessen und bewertet wird. Die Schönheit, die alle haben wollen, weil man damit in unserer Welt am besten fährt, und die uns fast objektiv definierbar erscheint, ist weitgehend ein Ergebnis aus Sehgewohnheiten, Körperpolitik und kultureller Prägung. 

(...)

Du wirst in den Augen der anderen nicht schön, bloß weil du dich selbst schön findest. Es ist gut, sich nicht selbst zu hassen. Aber das allein ändert nicht die Umwelt - auch über diese Art des positiven Denkens und warum das Quatsch ist, habe ich mich hier ja schon oft und lang verbreitet.

Als dicker Mensch fällt man negativ auf. Nicht weil Dicksein negativ ist, sondern weil weite Teile der Umwelt es dafür halten.

Ich sag dir, was ich WIRKLICH WILL: Ich will dick sein und nicht dauernd ermahnt, belehrt und beschimpft werden. Ich will, dass sich jeder gleich gut fühlen kann, egal, wie er aussieht."

Der Kommentar war an mich gerichtet, da ich kritisiert habe, was ich auch im Beitrag oben geschrieben habe. Darauf habe ich nicht mehr geantwortet, nicht mehr antworten können. Weil mir die Tränen kamen. Nicht weil die Welt so schrecklich ist, das ist die nicht, da zeigen meine Erfahrungen eindeutig etwas anderes, sondern weil es mich einfach sehr traurig macht, zu lesen, dass ein dicker /fetter Mensch das tatsächlich so glaubt und sich dadurch das eigene Selbstbewusstsein kaputt machen lässt.
Und nach dem Lesen vieler angeblicher Fat Acceptance Blogs, bin ich noch viel trauriger, da genau diese Leute von denen ich erwartet hätte, dass sie positiv auf ihren Körper blicken, den Glauben haben, alles wird besser, wenn man dünner ist.
Aber auch als dünner Mensch ist man nicht zwangsläufig attraktiv, da haben Männer ja Angst, dich zu zerbrechen...

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Wie bekomme ich einen Mann ins Bett?

Weil so manche Frauen da ein mehr oder weniger großes Problem mit zu haben scheint, dachte ich mir, ich helfe da mal ein wenig und gebe etwas Tipps.
Für mich ist es tatsächlich schwer vorstellbar, dass ich einen Mann nicht bekomme, den ich will. (Wichtig: es geht hier lediglich um Sex, nicht um eine Beziehung.)
Aber als ich den Artikel dieser etwas frustrierten Frau las, habe ich nochmal nachgedacht und anscheinend scheint es doch nicht so leicht für jede zu sein. Ich erinnere mich an Kommentare von Freundinnen, die in etwa lauteten: "Wie machst du das immer?" oder "Wieso klappt das bei dir und bei mir nicht?"

Und so funktionierts:
Hat man sich einen Mann ausgesucht, geht es zunächst darum, in auf sich aufmerksam zu machen und Kontakt herzustellen. Das geht anfangs einfach mit dem typischen bekannten Flirttechniken wie anschauen, Lächeln oder "zufällige" Berührungen.
In mindestens 50% der Fälle reicht das schon, dass er zu einem kommt und einen anspricht.
Sollte das nicht der Fall sein, kann man auch einfach rüber gehen und ihn selbst ansprechen. Wir leben schließlich nicht mehr im letzten Jahrhundert als man als Frau darauf warten musste, erwählt zu werden.
Gute Gesprächsöffner sind zum Beispiel "Was trinkst du denn da, das sieht gut aus? " oder die Musik.
Was viele nicht wissen, aber erstaunlich gut bei Männern ankommt (Männer bitte weghören, bei den meisten Frauen landet man so nicht!) sind: dämliche, altbackene Anmachsprüche in Kombination mit einem netten, etwas frechen Lächeln. Damit habe ich in der Vergangenheit erstaunlich gute Erfahrungen gemacht.

Man ist nun im Gespräch, der nächste Schritt, das ganze in eine sexuelle Richtung zu lenken. Meist ergibt sich schnell irgendeine Wortwahl,  die doppeldeutig ist und man springt genau da auf. Auch hier gilt: je dämlicher umso besser: Wenn es zum Beispiel um das aktuelle Wetter geht und er erzählt, dass es "arschkalt" ist, deutlicher Blick auf seinen Arsch mit dem Kommentar, dass der eher heiß statt kalt aussieht. Je nachdem wie die aktuelle Stimmung ist, kann man das auch mit einem anfassen und "... und fühlt sich auch nicht kalt an." kombinieren.
Generell funktioniert Anfassen gut, man sollte natürlich darauf gefasst sein, dass der Herr einem ebenfalls an den Hintern geht. Wenn das Ziel Sex ist, dürfte das aber kein Problem darstellen.
Auch gut als Mittel um die Aufmerksamkeit zurückzubekommen: ein kräftiger Klapps auf den Hintern und wenn er sich umdreht unschuldig gucken und behaupten, man sei das ja gar nicht gewesen, obwohl die Situation natürlich klar ist. Und schon hat man seine Aufmerksamkeit zurück.

Um Körperkontakt herzustellen, kann man ihm auch irgendetwas wegnehmen, was er dann versucht zurückzubekommen und dabei geht er zwangsweise auf Tuchfühlung, kommt einem Nahe. Dafür eignet sich alles, was schnell zu erreichen ist: Kleidung wie Mütze, Sonnenbrille oder Schal oder auch Handy, Schlüssel etc. Was man nicht nehmen sollte, ist das Getränk, dass könnte im spielerischen Gerangel zu unangenehm klebrigen Situationen führen. Wenn man sehr mutig ist, kann man sich das Teil auch in die Gesäßtasche oder in den Ausschnitt stecken und in auffordern "Hols dir! ". Das werden die meisten Männer sich nicht zweimal sagen lassen. So kommt man sich oft schon so nahe, dass es zu einem Kuss kommen kann.

Um zum letzten Schritt, dem Sex zu kommen, fass ihn in den Schritt. Und auch hier wieder ein dämlicher Kommentar dazu: "Da freut sich aber jemand, mich getroffen zu haben!" oder "Oh, hast du heute deine Waffe dabei?"
Dies darf natürlich nie zu früh kommen, damit würde man alles wieder kaputt machen.
Dieser Schritt ist allerdings das einzige wirklich "eindeutige" Signal: Liebe Männer, eine Frau, die euch in den Schritt fasst und euch verführerisch in die Augen schaut, will Sex. Alle anderen Schritte sagen nicht eindeutig: Ich will Sex!
Und liebe Frauen: Beschwert euch nicht, dass er eure Signale nicht versteht, gebt einfach deutliche Signale!

Wichtig immer darauf achten, dass bereits so viel Nähe hergestellt wurde, dass der Mann nie eine Handlung als übergriffig und unhöflich versteht.
Außerdem immer mit Charme und der eigenen Ausstrahlung spielen, nichts sollte gezwungen wirken.

Nochmal zusammengefasst:
- Aufmerksamkeit des Mannes bekommen
- evtl. einfach selber ansprechen
- Berührungen sind extrem wichtig
- frech und durchaus "übergriffig" sein,  dabei aber immer charmant bleiben
- dumme, lächerlich Sprüche ziehen immer (vielleicht sind Männer hier einfacher gestrickt als wir Frauen)
- eindeutige Signale senden: Griff in den Schritt

Und jetzt hoffe ich, dass ich nie wieder Artikel lesen muss, dass man als Frau keine Männer findet, die einfach nur vögeln wollen.  Die findet man schließlich am jeder Ecke!


Montag, 5. Oktober 2015

Sexarbeit: Sind meine Erfahrungen repräsentativ?

In einem anderen Kommentarstrang kam die Frage auf, ob ich denke, dass meine Erfahrungen in der Sexarbeit repräsentativ sind.
Und außerdem ob ich mit meinen Berichten nicht etwa beschönigen würde.
Darauf möchte ich hier eingehen, da ich dazu viel mehr schreiben möchte als für einen kurzen Kommentar angemessen.

Zum ersten würde ich die Sexarbeit in drei Bereiche teilen: Terminvereinbarungen (Callgirl, Escort oder Wohnungsprostitution), Bordell, Straßenstrich. Ich denke, jeder Bereich hat wieder seine ganz eigenen Eigenschaften und auch Probleme. Ich habe mich bei meinem Experiment nur im ersten Bereich bewegt und denke, dass meine Erfahrungen für diesen Bereich durchaus repräsentativ sind, für Bordell und Straßenstrich hingegen nicht unbedingt.
Was die "hohen Preise" angeht, so liege ich mit meinen eher im unteren Mittelfeld. Gerade in dem Bereich sind 100 Euro für eine halbe Stunde keine Seltenheit, sondern eher die Normalität. Meine Preise kamen auch nicht aus dem Nichts, sondern durch Recherche zustande.

Wie kann es sein, dass ich fast nur sehr freundliche und gepflegte Kunden hatte, obwohl es in jedem Dienstleistungsgewerbe auch unfreundlicheund unangenehme Kunden gibt?
Ich denke, dass hängt auf jeden Fall mit der Art der Dienstleistung zusammen. Im Fall der Sexarbeit sind Kunde und Dienstleister sich viel näher als bei irgendwelchen anderen Dienstleistungen. Wenn in der Gastronomie das Essen nicht schmeckt, kann ein Kunde schon mal unfreundlich werden, da das Produkt nicht passt und er schadet mit dieser Unendlichkeit auch nicht der weiteren Leistung, sondern hofft auf besseres Essen. (Gehen wir mal davon aus, dass ein Koch dem unfreundlichen Gast nicht ins Essen spuckt.)
Die Dienstleistung bei der Sexarbeit ist Nähe,  Unterhaltung und Sex und damit verbunden Spaß und auch für den Mann die Möglichkeit, sich mal wieder zu beweisen, dass er gut im Bett (was immer das genau heißt) ist.  Er möchte also indirekt auch die Dienstleisterin zufrieden stellen, da sich für ihn so zeigt, dass er "gut" ist.
Auch glaube ich, dass ich auch wenige unfreundliche Kunden hatte, da die meisten wohl sehr zufrieden waren. Und wer beschwert sich schon, wenn das Essen fantastisch war?!
Gerade bei einer Dienstleistung geht es darum, die Kunden zufrieden zu stellen, dass haben viele leider heutzutage vergessen. Und hier rede ich jetzt nicht nur von der Sexarbeit. Wenn ich manchmal mitbekomme, wie Gastromitarbeiter über Kunden oder Krankenhelfer über Patienten reden, dann hoffe ich, bitte beruflich mit denen in Kontakt zu kommen.
Wenn jemand mit einer solchen Einstellung nun versucht in der Sexarbeit Fuß zu fassen, ist es natürlich klärt, dass dieser Person nur Arschlöcher begegnen. Ganz nach dem Motto: Wie du mir, so ich dir!

Bin ich in einer privilegierten Situation?
Auch diese Aussage ist immer wieder zu hören, da ich nicht auf das Geld aus der Sexarbeit angewiesen war.
Ja es ist richtig, dass ich für das normale Leben, meine Fixkosten nicht drauf angewiesen bin. Als aber vor kurzem bei meinem Auto eine Reparatur anstand, war ich froh Geld aus dem Experiment A an die Seite gelegt zu haben.
Ich mache hauptberuflich eine Tischlerlehre, bei der ich nicht gerade viel verdiene.  Da hat aber jemand merkwürdige Vorstellungen von Privilegien...

Und ich möchte auch niemanden irgendwelche anderen Erfahrungen absprechen, sondern erzähle nur von meinen eigenen. Und ich glaube nicht, dass diese so außergewöhnlich sind, da wäre dann doch sehr merkwürdig!
Was für mich aber immer komisch ist, dass Menschen, die selbst weder in dem Bereich gearbeitet noch Kontakt mit anderen Sexarbeiterinnen hatten, meinen, meine Erfahrungen wären "geschönt".
Geht doch raus und redet mit Sexarbeiterinnen oder macht selbst das Experiment statt mir ohne Grundlage meine Erfahrungen absprechen zu wollen!

Sonntag, 4. Oktober 2015

Sexarbeit - Erlebnisbericht

20:30 Treffen am Bahnhof (ich hatte darum gebeten, sich am einem Ort zu treffen, der einfach zu finden ist, da ich die Stadt nicht kenne). Mir gegenüber steht ein Mann Mitte dreißig, den ich als durchaus attraktiv empfinde. Er scheint ein wenig kleiner zu sein als ich, aber hat ein tolles Lächeln.
Anschließend geht es für ein gemütliches Kennenlernen in eine Pizzeria. Wir unterhalten uns über unsere Berufe, Beziehungen und den Bezug zur Sexarbeit. Ich erfahre, dass mein Date ein eigenes kleines Unternehmen hat, da er eine sehr sinnvolle Erfindung gemacht hat und diese nun vertreibt. Außerdem ist er für einen großen Konzern tätig und muss Entscheidungen treffen, wodurch er nicht immer nur Freunde findet.
Ich erzähle von meiner Tätigkeit als Tischlerin und meinem geplanten Gesellenstück. Außerdem über mein Buchprojekt.
Beim Thema Sexarbeit bemerkt er, dass er das Thema sehr entspannt sieht, und gibt zu, selbst für kurze Zeit als Callboy gearbeitet zu haben. Aber sobald so etwas ans Tageslicht kommt wird es schwierig und so hat er aus Furcht entdeckt zu werden und auch aus zeitlichen Gründen wieder aufgehört.
Und zum ersten mal erzähle ich von meinen Beweggründen, der Neugier und das Prüfen von feministischen Vorurteilen. Er ist mir sehr sympathisch und das Gespräch ziemlich locker, er versteht mich. Er erzählt, dass er nach dem Militärdienst aus dem gleichen Grund für drei Monate in den Krieg ging. Als ausgebildeter Scharfschütze wollte er wissen, wie der Krieg ist und wie es ist, einem Menschen in den Kopf zu schießen. Im Krieg war es teilweise knapp und er hat auch einen Kameraden verloren, aber es war die Erfahrung wert.
Ich kann ihn verstehen.
Nach dem Abendessen fahren wir zu ihm. Wir gehen zunächst ins Wohnzimmer, wo einige Dokumente von der Arbeit am Boden liegen. Irgendwelche Listen. "Das ist wichtig, bring mir die bitte nicht durcheinander." Ok, wenn er meint.
Ich ziehe meine Schuhe aus und setze mich auf sein Sofa, er setzt sich zu mir. Wir unterhalten uns noch eine Weile, kommen uns näher und schließlich küsst er mich. Ich erwidere den Kuss, lächel in am und frage: "Hast du auch ein Bett?" "Natürlich." "Dann sollten wir vielleicht dorthin gehen." Als Antwort nimmt er mich an der Hand und führt mich ins Schlafzimmer.
Wir haben eine Menge Spaß und müssen sogar wirklich oft Lachen.
Später als ich im Wohnzimmer meine Schuhe anziehe und er an der Tür wartet rufe ich hinüber:"Ich bringe jetzt all deine Listen durcheinander." Seine Antwort als ich zur Tür komme:"Das würde ich lieber lassen.  Denk dran, ich kann ziemlich gut zielen!" kombiniert mit einem verschmitzten Grinsen.  Dann fahren wir zurück zum Bahnhof.

Samstag, 3. Oktober 2015

Zurück aus dem Urlaub

Hier war es in letzter Zeit etwas ruhig, dass liegt daran, dass ich im Urlaub war.
Ich bin mit einer Freundin ein wenig umhergereist und wir haben unglaublich viel gesehen und erlebt.
Hier gibt es zunächst ein paar schöne Urlaubsbilder als erste Eindrücke. Und eventuell werde ich dem ein oder anderen Erlebnis noch einen Blogbeitrag widmen. Aber nun viel Spaß beim schauen der Bilder!

Pragser Wildsee, Südtirol 
Venezia 
Piazza san Marco, Venezia 
Kunst aus Glas, Murano 
Großes Glaskunstwerk von Simone Cedese, Murano 
Gondeln, Venezia 
Venezia 
Venezia 
Sonnenuntergang am Strand von Grado, Italia 
Hafen von Trieste, Italia 
Trieste, Italia 
Koper, Slowenja 
Piran, Slowenja 
Drachenbrücke, Lubljana, Slowenja 

Burg Lubljana
Lubljana 
Tropfsteinhöhle Orbir, Austria 
Wörthersee Manndl,  Klagenfurt 

Samstag, 12. September 2015

Was sind schon ein paar Jahre...

Miria: „Ich hätte mal wieder Lust, feiern zu gehen, aber irgendwie gibt’s hier nichts, wo man gut weggehen kann.“ „Stimmt, überall nur Kinder, die teilweise noch nicht mal 18 sind.“ antwortet Lara mir. Wir sitzen an einem schönen Samstagnachmittag auf der Terrasse eines kleinen Cafés irgendwo in Südtirol. In Deutschland bin ich damals in den einen oder anderen Club sehr gerne mal alleine zum Tanzen gegangen, aber hier ist mir das meiste etwas unsympathisch. „Kennst du das  N., das ist eigentlich ganz gut und dort sind auch eher Leute in unserem Alter.“ sagt Lara dann. Ich grinse sie an und wir beide müssen lachen. „In unserem Alter find ich gut!“ scherzte ich. Tatsache ist, ich bin Mitte zwanzig, Lara ist Anfang fünfzig. Trotzdem haben wir uns in letzter Zeit angefreundet. Wir spielen oft zusammen Karten, gehen gerne mal was trinken, quatschen und verstehen uns einfach gut. Alter spielt eben keine Rolle! Und wenn man sich gut versteht, dann merkt man im Gespräch gar nicht, dass die andere Person älter oder jünger ist, weil man auf einer Wellenlänge ist. Mir ist egal wie alt jemand ist, Hauptsache charakterlich passt es. Ich hatte auch in Deutschland mal einen guten Freund, der im Haus nebenan gewohnt hat und oft für mich da war, als die Zeit der Trennung von meinem Ex war. Wir haben viele Filme geschaut geredet und so weiter. Überrascht war ich dann, als ich die Einladung zu seinem Geburtstag bekam und ich so erfuhr, dass mein guter Freund 37 wird. Ich war damals gerade 21 und aufgrund der gleichen Interessen und dass wir uns einfach so gut verstanden haben, hätte ich ihn eben auch auf vielleicht Mitte zwanzig aber nicht so viel älter geschätzt. Ich dachte sogar erst, dass er mich verarscht und habe das erst geglaubt, als er mir seinen Ausweis gezeigt hat. Umgekehrt hat auch ein Freund mal sehr überraschend reagiert, als er erfahren hat wie alt ich bin (er war ebenfalls fast 20 Jahre älter), da er mich auch nicht so jung geschätzt hätte.
Ich finde es toll, dass ich so viele unterschiedliche Menschen unterschiedlichen Alters in meinem Leben und in meinem Freundeskreis habe. Die Altersspanne reicht von zwanzig bis ca. 60. Und ich kann es in dem Zusammenhang auch nicht verstehen, wenn andere Menschen so viel Wert auf das Alter einer Person legen, das ist definitiv nicht das, was mich am Gegenüber als erstes interessiert. Wenn eine bekannte Person einen Partner hat, der um zehn oder mehr Jahre jünger oder älter ist, wird das meist herausgestellt und oft kritisiert. Leider. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich mich in jemanden verlieben könnte, der älter ist. Ja, ich war bereits in jemanden verliebt, der zwölf Jahre älter ist. Leider wurde nichts draus, aber wir sind Freunde.
Es gibt traurigerweise auch Menschen, die der Meinung sind, dass ihre Meinung mehr Wert hat oder ihr Verhalten immer richtiger ist als das anderer Menschen nur weil diese ein paar Jahre später auf die Welt gekommen sind. Eine Arbeitskollegin hat ernsthaft einmal den Spruch gebracht: „Du bist ja noch jung, wenn die älter bist, wirst du das sicher auch anders sehen!“ Sowas kann ich nicht verstehen, wieso kann man Menschen nicht ernstnehmen, egal wie alt. Das Thema, um das es ging ist im Übrigen eines, wo ich mir sicher bin, dass ich meine Meinung ganz bestimmt nicht ändern werde – aber sie vielleicht. Denn viele Menschen begreifen leider erst viel zu spät im Leben, was wirklich wichtig ist und das sind meist nicht materielle Dinge!  Die Frau  ist seitdem bei mir aber sowas von unten durch. Es gibt, so wie es tolle Menschen in jeder Altersgruppe gibt, auch bescheuerte Menschen in jeder Altersgruppe!
Selbst über Lebenserfahrung sagt das Alter nicht viel aus. Jeder Mensch hat generell unterschiedliche Erfahrungen gemacht im Leben. Und ich habe mit Sicherheit mehr Lebenserfahrung als eine Person, die 40 Jahre daheim vor dem TV gesessen hat. Und natürlich komplett andere Erfahrungen als jemand, der immer ganz behütet aufgewachsen ist und keinen Kontakt hatte mit Drogen oder Kriminalität. Ich habe so viel mitbekommen und gesehen, obwohl ich noch relativ jung bin.
Menschen sind unterschiedlich und so wie für mich Geschlecht fast keine Rolle im täglichen Leben spielt, so tut es das Alter ganz bestimmt auch nicht!

 

 

Samstag, 5. September 2015

Flüchtlingskatastrophe

Zurzeit sind so viele Menschen auf der Flucht wie noch nie seit dem zweiten Weltkrieg. Tagtäglich kommen hunderte Flüchtlinge auf griechischen oder italienischen Inseln an.
Überall wird einem entgegengeschrien, man solle helfen oder Mitgefühl zeigen. Und auf gar keinen Fall darf man kritisieren, dann ist man ein Nazi und damit unfassbar böse!
Auf diese Weise ist eine differenzierte Betrachtung beinahe nicht mehr möglich. Trotzdem möchte ich es mal versuchen.
Natürlich sollte jedem Menschen, der mit dem Tod bedroht ist, egal ob durch Krieg oder sonst eine Verfolgung, geholfen werden. Aber was momentan in Europa abgeht hat damit nicht mehr viel zu tun.
Mal ein paar Überlegungen, die sich jeder, der bedingungslos alle Flüchtlinge unterstützen und ihnen helfen will:

-          Woher haben die Menschen so unfassbar viel Geld (teilweise mehrere Jahresgehälter), um Schlepperbanden zu bezahlen?

-          Warum muss ich mich nachts am Bahnhof von den meist afrikanischen Flüchtlingen anpöbeln lassen? Anstand hat nichts mit Herkunft zu tun und sollte daher auch für solche Menschen selbstverständlich sein.

-          Warum haben die wenigsten Flüchtlinge Papiere dabei. Diese würden bei berechtigter Flucht aus Syrien sogar eine Hilfe der Anerkennung sein…

-          Warum wollen alle bis nach Deutschland oder England und weigern sich in Ungarn, Italien oder Griechenland Asyl zu beantragen. Haben wir hier neuerdings einen Krieg, den ich noch nicht mitbekommen habe?

Das alles wirkt sich natürlich auch schädlich auf diejenigen aus, die tatsächlich die Hilfe brauchen und vor dem Krieg oder anderer Art von Verfolgung fliehen. Die Ressourcen sind faktisch begrenzt. Damit meine ich nicht unbedingt finanzielle oder materielle Mittel, sondern auch Menschen, die helfen und natürlich die Unterkünfte. Jeder Mensch, der unberechtigt Hilfe in Anspruch nimmt, schadet damit denjenigen, die diese Hilfe dringend benötigen!

Nebenbei bemerkt: Natürlich ist das europäische Asylrecht mit der Drittstaatenregelung beknackt und führt dazu, dass die gesamte Kraft von den Randländern aufgebracht werden muss. Aber wenn man es genau nimmt, haben vermutlich 90% der Flüchtlinge, die in Deutschland ankommen, kein Recht auf Asyl in Deutschland, da sie durch einen sicheren Drittstaat einreisen.

Interessant auch, wie versucht wird, Mitleid oder ein schlechtes Gewissen zu erzeugen, wie momentan beispielsweise mit dem Foto des toten Kindes am Strand. Kaum wird dazu gesagt, dass diese Familie bereits vor Jahren in die Türkei geflohen ist und dort ein sicheres Leben geführt hat. Dieses Kind ist also nicht gestorben, weil die Menschen in Europa so rücksichtslos sind, sondern weil die Familie bzw. die Eltern des Kindes so ignorant waren und ihre Leben auf Spiel setzten für erhofften finanziellen Wohlstand in Deutschland.

Insgesamt hoffe ich, dass in den meisten Ländern bald Asylanträge möglichst schnell bearbeitet werden und möglichst schnell alle unberechtigten Flüchtlinge in ihre Heimatländer zurückgeflogen werden. Erst wenn die Menschen dort sehen, dass Deutschland nicht das gelobte Land ist und sich eine Flucht nicht lohnt, sondern nur Gefahren birgt, werden die Flüchtlingsströme vielleicht aufhören und nur mehr Menschen aus ihrer Heimat fliehen, die tatsächlich bedroht sind. Und dann hoffe ich dass diese mit offenen Herzen empfangen werden und genug Ressourcen vorhanden sind, um sie zu versorgen und unterzubringen!

Samstag, 29. August 2015

Rassismus der Antirassisten

Natürlich ist Rassismus schlecht und dagegen zu sein gut. Aber auch in diesem Bereich gibt es leider einige Personen, die ein wenig über das Ziel hinausgehen.Häufig die Menschen, die sich selbst bewusst als Antirassisten bezeichnen,obwohl das eigentlich kein wichtiges persönliches Merkmal oder eine besondere Einstellung ist in der heutigen Zeit. Für mich ist es selbstverständlich, dass ich jedem Menschen zunächst gleich begegne (wenn ich die Person noch nicht kenne)  egal ob Deutscher,  Russe, Türke, Albaner...
Aber natürlich gibt es auch unter Ausländern Arschlöcher und wenn ich der Meinung bin, Mehmet ist ein Arschloch, dann kann das stimmen oder nicht, hat aber nichts mit Rassismus zu tun!

Manchmal kommt es mir so vor, dass für viele Antirassisten jeder Ausländer per se gut und jeder Deutsche (oder villeicht noch Mitteleuropäer) immer schlecht ist. Zumindest laut ihrer eigenen Aussagen. Aber ist nicht genau das auch Rassismus? Denn hier werden Menschen nach ihrer Herkunft in gut und böse eingeordnet. Genau das ist es,  was ich unter Rassismus verstehe.

Wenn ich über kulturelle Unterschiede rede, werde ich als Rassist abgestempelt. Natürlich ist es Quatsch, kulturelle Unterschiede zu verleugnen und so zu tun als seien alle Menschen gleich. Das ist erstmal noch keine Wertung, sondern nur eine Unterscheidung.
Beim Essen werden Unterschiede noch am ehesten akzeptiert. Das typische Essen in der Türkei oder in Russland ist eben anders als in Deutschland.
Aber sobald man zum Beispiel sagt, dass Portugiesen im Gegensatz zu Deutschen unpünktlich sind, ist das rassistisch.
Das Interessante hierbei ist, dass dies nur als rassistisch gesehen werden kann, weil die vermeintlichen Antirassisten ihre kulturellen Standards als gut und richtig betrachten und andere - wie im Beispiel die Unpünktlichkeit - als schlechter.
Sie sind nicht in der Lage zu erkennen, dass ihr eigener Standpunkt und ihre Sichtweise die von mir getätigte Aussage erst rassistisch wirken lässt.
Ich hingegen könnte auch der Meinung sein, dass man sich ein wenig von der Kultur der Portugiesen abschauen sollte, da die Menschen auf diese Art viel weniger gestresst sind, was sich dann positiv auf die Gesundheit auswirkt.

Unterschiede zu sehen und zu nennen ist nicht rassistisch, erst aus diesen Unterschieden eine Bewertung herzuleiten ist es.

Antirassisten wollen eine Welt, in der alle Menschen gleich sind und nicht nur gleichwertig. Dieses gleich soll sich dann aber selbstverständlich an ihren mitteleuropäischen Standards orientieren.Dies finde ich persönlich eine ziemlich traurige Zukunftsvision.
Ich mag Unterschiede, ich mag eine multikulturelle Welt! Ich mag Weihnachten, ich mag das Zuckerfest und manchmal ist mir die Entspanntheit der Portugiesen tatsächlich lieber als die deutsche Pünktlichkeit.

Und genau deshalb bin ich vorsichtig, wenn Menschen sich selbst als Antirassisten bezeichnen. Für diese bin ich mit meiner Einstellung nämlich ein Rassist.

Dienstag, 18. August 2015

Faschist

Du pöbelst 14jährige Mädchen an, weil sie die falsche Musik hören. 
Du zerkratzt Autos und wirfst Scheiben ein. 
Du schmeißt mit Steinen auf Menschen in Uniformen.
Du gefährdest Menschenleben, indem du Züge entgleisen lassen willst. 
Du prahlst stolz damit, andere Personen durch Androhung von Gewalt von einem Festival vertrieben zu haben. 
Du forderst junge Frauen auf ihr Oberteil auszuziehen, weil dir das Motiv nicht passt, ohne eine Ersatzkleidung zur Verfügung zu stellen. Die Dame hat nur die Wahl die "offene Diskussionsrunde" zu verlassen.
Du bist der Grund, dass Leute sich nur mit Polizeischutz zu Veranstaltungen trauen.
Du schreibst Morddrohungen, öffentlich im Netz, aber auch persönlich an Menschen, mit denen du ein Problem hast.
Du sabotierst Informationsveranstaltungen mit Gebrüll, Pfeifen und Chaos.
Du stellst Familien von Personen, die du nicht leiden kannst an den öffentlichen Pranger und sorgst dafür, dass kleine Kinder kaum noch ruhig schlafen können. 
Du beschmierst Gebäude, Autos und allerlei Gegenstände mit Parolen.
Du verprügelst mit deinen Freunden eine Einzelperson, weil diese das falsche Shirt trägt.

Du bist links, tolerant und weltoffen und ich der Nazi und Faschist...

Samstag, 15. August 2015

Große Brüste haben nicht nur Nachteile!

Kürzlich habe ich zufällig diesen Artikel auf Vice entdeckt, bei dem sich die Autorin über ihre großen Brüste bzw. die Probleme damit auslässt.
Ich find das Thema interessant, da ich ja auch selbst betroffen bin und ich finde, die Dame auf Vice sieht einiges viel zu negativ.  Große Brüste können auch toll sein! Ich zum Beispiel spiele gerne selber an meinen herum. Nein, Quatsch, trotzdem würde ich nicht sagen, ich laufe mit mehreren Kilo sexuell konnotiertem Fett am Brustkorb herum. (frei nach Vice). Das klingt irgendwie viel zu negativ!

Ich finde meine Brüste toll, sie machen Spaß beim Sex und ja, sie ermöglichen mir auch sonst so manches.
Sobald Männer große Brüste sehen, scheint das Gehirn bei den meisten in die Hose zu rutschen. Und ja bitte, warum soll man diese positiven Effekte dann nicht ausnutzen, wenn man schon sonst einige Nachteile durch seine Brüste hat? Passende BHs, geschweige denn einen Bikini, zu finden, ist zum Beispiel tatsächlich unglaublich schwer oder teuer.
Aber nun zum positiven Nutzen, ich möchte mal ein Beispiel von meinem Ausflug nach Venedig geben. Es war im Februar, es war Karneval in Venedig und ich hatte ein ultrakurzes Corsagekleid an, das meine großen Brüste besonders hervorhebt. Ein Kleid, das zu Karneval passt und kein Alltagsoutfit ist, aber beim Karneval in Venedig darf es schon mal etwas Besonderes sein. Ich habe einige nette Männer kennengelernt, Getränke, Essen und Bootfahren durch die Grachten von Venedig - alles umsonst.
Ich höre jetzt schon die Männer, die diesen Post lesen wie sie sich aufregen, dass sie ausgenutzt werden. Ihr armen Männer! Ich denke nicht, dass diejenigen es bereuen, falls doch, sollten sie das nächste mal vielleicht etwas mehr mit dem Kopf als mit dem Schwanz denken!
Schnappschuss aus dem Karneval in Venedig 

Natürlich sind mit großen Brüsten oft ungewollte Kommentare oder Komplimente von Männern verbunden. Meist sehe ich darüber hinweg oder gebe einen ähnlichen Spruch zurück. So kann aus einem "Wow, was für ein Vorbau!" (frei von mir aus dem italienischen übersetzt)  schon mal eine nette Unterhaltung und ein toller lustiger Nachmittag entstehen.
Damit möchte ich jetzt aber nicht die Männer ermutigen, alle Frauen mit großen Brüsten mit entsprechenden Kommentaren zu begegnen, manche fühlen sich dann eher belästigt als belustigt.

Nun zurück zum Thema: Das Problem mit der Kleidung. Natürlich sieht nicht alles obszön aus, sondern man muss einfach schauen, was einem steht uns was nicht. Zum Beispiel wirken meine Brüste in hochgeschlossenen engen Pullovern als hätte ich mir Melonen dahin gesteckt. Schrecklich! Aber Kleidung mit ein wenigmehr Ausschnitt, der nicht sonderlich mit irgendwelchen Rüschen oder so betont wird, sieht gut aus.  Gar nicht obszön. Es gibt auch genug Kleidung, die Frauen mit kleinen Brüsten nicht steht, beispielsweise etwas mehr Ausschnitt. Zu jeder Körperform passt eben etwas anderes.
Ein tatsächliche Problem gibt es eigentlich nur dort, wo die Größe der Brüste eine direkte Rolle spielt: BH und Bikini...
Jeder Mann, der der Meinung ist, das kann kein so großes Problem sein, versucht beim nächsten Mal in einem Bekleidungsgeschäft mal einen Bh in Größe 85F zu finden und am besten für unter 50 Euro. Dann wird mal klar, dass Frauen mit großen Brüsten hier echt ein Problem haben.
Ach und Sport Bh gibt es natürlich gute und passende und hier sehe ich das auch nicht ganz so negativ, da ich keine zehn brauche, sondern lediglich zwei. Da ist es auch nicht schlimm, wenn man eben mal zwischen 50 und 100 Euro ausgibt, damit alles beim Laufen da bleibt, wo es hingehört. Wenn die Autorin bei Vice allerdings nur 10 Euro Discount BHs tragen möchte, dann hat sie beim Sport natürlich ein Problem. Qualität hat ihren Preis wie überall. Pro Tipp von mir für alle Frauen mit großen Brüsten, die diesen Text lesen, kauft euch einen ordentlichen qualitativ hochwertigen Sport Bh statt unbequem zwei BHs übereinander anzuziehen!

Und jetzt können die Männer, die sich eben darüber aufgeregt haben, dass ich mal ein Getränk oder ein Essen umsonst annehme, mal überlegen, ob das wirklich so schlimm ist. Ich muss schon genug in die Bekleidung meiner großen Brüste investieren, da kann ich doch so wenigstens auch die Vorteile nutzen.

Und wenn mir jemand etwas ausgibt, so hat er dann noch lange kein Recht auf mehr als vielleicht eine nette Unterhaltung!

Sonntag, 2. August 2015

Nicht meckern! Selber machen!

Immer wieder begegnen mir in der Blogsphäre Post, in denen sich darüber aufgeregt wird, dass andere irgendwas nicht korrekt (natürlich dem eigenen Weltbild untergeordnet) machen.
Im Artikel auf dem Blog des Missy Magazin zum Beispiel wird sich daran gestört, dass zu viele Podien und Bühnen männerdominiert sind. Mit albernen Gifs werden Argumente der Organisatoren lächerlich gemacht, statt darauf einzugehen. Die Autorin geht also davon aus, dass es kein Problem ist viele Frauen zu allen möglichen Themen für Podien zu finden, die Expertise besitzen und auch bereit sind, sich einer Diskussion in dem Rahmen zu stellen. Die Autorin geht davon aus, dass es kein Problem ist haufenweise weibliche Musikerinnen für Festivals zu finden. Die Autorin geht davon aus, dass Organisatoren, die das nicht machen, bewusst diskriminieren.

Wenn das alles so einfach ist, warum wird dann nur gemeckert, statt einfach mal selbst was organisiert?!
Das wäre doch ziemlich interessant: Entweder wird man dann feststellen, dass diese "Ausreden" vielleicht doch nicht nur Ausreden sind oder (und das wäre aus Sicht der Autorin ja die wahrscheinlichere Möglichkeit) man kann den Organisatoren mal zeigen, dass es einfach geht und es sich tatsächlich um Ausreden für Diskriminierung von Frauen handelt. Wäre das nicht ein lohnendes Ziel für so viele, die sich über die mangelnde Repräsentanz von Frauen aufregen?

Aber vermutlich werdet ihr dann merken, die Ausreden sind keine Ausreden...
Ich habe vieles versucht (gemeinsam mit ein paar engagierten anderen jungen Frauen): wir haben einen Lady Slam, einen Poetry Slam mit ausschließlich weiblichen Künstlern,  veranstaltet. Bei einem gewöhnlichen Poetry Slam wäre lange nicht so viel Zeit für das finden der Künstler benötigt worden, die schließlich aus ganz Deutschland anreisten. Wir haben eine Party mit ausschließlich weiblichen DJs organisiert. Liebe Leute, die so gerne meckern,  versucht mal drei bis vier weibliche DJs zu finden, die auch qualitativ was draufhaben und Zeit an einem gesetzten Termin! Es wird sicher eine große Herausforderung.
Wir haben beim Unifestival die Newcommerbühne mit Bands mit ausschließlich weiblichen Mitgliedern besetzen wollen und mussten uns schließlich den Tatsachen geschlagen geben, dass wir es nicht geschafft haben...
Wir haben natürlich auch gute Bands gefunden, aber nicht genug. Und niemals kann man ein ganzes Festival so aufziehen, wenn die Qualität nicht leiden soll!

Aber wenn ihr alles besser könnt, dann macht es endlich besser!

Ein weiteres Beispiel für so einen Fall ist mir bei uns an der Uni begegnet, da ging es nicht um Geschlechter, sondern um verschiedene Studiengänge.
Jährlich findet eine Jobmesse mit knapp 100 Unternehmen statt, die sich in erster Linie an die technischen Absolventen von Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik richtet.  Während der Messe haben sich Kultur- und Geisteswissenschaftler darüber aufgeregt, dass niemand eine Messe für diese Bereiche organisiert und mal wieder nur Ingenieurstudenten bevorzugt werden.
Unsere Messe wurde übrigens in kompletter Eigenverantwortung von einer Hochschulgruppe aus dem Ingenieursbereich organisiert. Wir haben Unternehmen angefragt, haben organisiert, Workshops und Präsentationen vorbereitet etc.
Aber die Kultur- und Geisteswissenschaftler möchten, dass jemand ihnen das organisiert und so lange das nicht passiert wird eben gemeckert statt gehandelt. Auf meinen Einwand, es hält sie ja niemand davon ab auch eine Jobmesse zu organisiren kam schließlich, man habe keine Zeit und engagiere sich ja schon in anderen Bereichen so viel. Klarer Fall von selber schuld!

Jeder, der sich mal wieder darüber aufregt,  dass irgendeine Gruppe unterrepräsentiert ist oder sich ein Angebot nur an eine Gruppe richtet, sollte sich überlegen: Kann ich selbst was ändern?

Nicht meckern, sondern handeln!

Samstag, 25. Juli 2015

Keine Ahnung

Weißt du wie es ist,
wenn Du mit dem Lauf einer Waffe im Gesicht geweckt wirst, weil das SEK meint, einen Drogenring zu sprengen?!

Weißt du wie es ist,
wenn Du nach einem aufgeregten Anruf einen blutüberströmten Freund abholst, weil er keinen Stoff mehr verkaufen will?!

Weißt du wie es ist, wenn ein guter Freund dich nicht spontan besuchen kann, weil er in der Bewährungszeit das Land nur auf Antrag verlassen darf?!

Weißt du wie es ist, wenn dein Freund stirbt, weil er völlig zugedröhnt mitten in der Nacht vor ein Auto läuft?!

Erzähl mir nicht, du hast das unter Kontrolle und ich habe keine Ahnung!



Sonntag, 5. Juli 2015

Sexarbeit - Erlebnisgeschichte 1

Während meines Experiments Sexarbeit habe ich immer wieder die Treffen aufgeschrieben und werde diese nun ab und an hier im Blog veröffentlichen. Ich währe nicht, dass das die Normalität ist, aber es ist auf jeden Fall Realität in der Sexarbeit!  Viel Spaß beim Lesen des ersten Erlebnisses! 

"Ich biete dir 500 Euro für zwei Stunden!"
Ich muss diesen Satz, der Hauptbestandteil einer Nachricht war, die mich soeben erreichte gleich mehrmals lesen. Und trotzdem blieb ich misstrauisch. Das ist mehr als das doppelte, was ich normalerweise nehme...
Vor einer Woche hatte ich mich mit einem Mann zu einem netten Abend in einer Bar verabredet, mich allerdings verspätet und meine Nachrichten hatten ihn nicht rechtzeitig erreicht. Als ich dann am vereinbarten Treffpunkt angekommen war, war die Bar wegen Urlaub geschlossen und von besagtem Mann nichts mehr zu sehen. Vereinbart war ursprünglich der normale Satz von 200 Euro für den Abend.
Dieser Mann schreibt mir nun eine Woche später, dass es ihm leid tut, dass er sich nicht mehr gemeldet hat, aber er war einfach unsicher, da er sowas ja sonst nicht mache. Und er wollte mich doch treffen und macht mir besagtes Angebot.  Ebenso schickt er seine Nummer mit und ich solle mich doch telefonisch melden, um einen neuen Termin zu vereinbaren.

Erstmal bleibe ich skeptisch. Wieso ist jemand bereit so viel Geld dafür auszugeben? Oder handelt es sich vielleicht um eine Retourkutsche, da ich in lange warten ließ, und er würde diesmal einfach nicht erscheinen?

Egal, ich bin neugierig also rufe ich am Abend seine Nummer an. Die Stimme am Telefon ist sehr symphatisch. Wir verabreden uns für den nächsten Tag am Abend. Das Treffen soll diesmal auf einem großen Parkplatz stattfinden und von dort will er mit mir in ein Hotel fahren, wo wir die Zeit gemeinsam im Wellnessbereich verbringen würden.
Ich frage, was für ein Auto er fahre, um ihn früh erkennen zu können. Die erste Antwort ist  "ein großes schwarzes" und ich denke mir wiederum: der will mich doch verarschen. "Du musst schon etwas genauer werden, diese Beschreibung trifft auf ca. 90% der Autos zu!" entgegne ich.  Schließlich gibt er an, einen Porsche Panamera zu fahren. Ich muss zugeben, dass mich das etwas beruhigt und mein Misstrauen mindert. Wer ein solches Auto fährt, kann sich auch 500 Euro für ein paar schöne Stunden leisten.
Am Abend bin ich diesmal bereits eine Viertelstunde zuvor am Parkplatz und parke am Ende des Platzes, aber so, dass ich die Einfahrt gut im Blick habe.

Pünktlich zur vereinbarten Zeit fährt ein schwarzer Porsche Panamera auf den Parkplatz und parkt ziemlich mittig. Der Fahrer steigt aus und sieht sich um.
Er sieht durchschnittlich aus und ich schätze in so auf mitte dreißig.
Ich steige aus dem Auto und gehe zu ihm rüber.

Nach ca. zehn Minuten Fahrt fahren wir in die Tiefgarage eines Vier Sterne Hotels und gehen durch den Hintereingang in den Wellnessbereich. Inzwischen weiß ich, dass es sich hier um das eigene Hotel meines Begleiters handelt.

Nach ca. 2 Stunden  fahre ich um 500 Euro reicher wieder heim.

Viele fragen sich nun vermutlich, was ich für das Geld tun musste... tatsächlich nicht viel und nichts besonders Unangenehmes: wir haben ein wenig im Whirrpool gebadet uns nett unterhalten und auf einer großen Matratze bei bunten Lichtern (Lichtbad oder so ähnlich)  habe ich ihn mit dem Mund verwöhnt.
Ich werde den Abend nicht in schlechter Erinnerung behalten!


Freitag, 19. Juni 2015

Selbst - bewusst - sein

Viele verwechseln Selbstbewusstsein mit Offenheit oder Lautstärke, aber eigentlich hat das nicht zwangsläufig miteinander zu tun!
Es gibt stille selbstbewusste Menschen und auch laute selbstbewusste Menschen, ebenso eher offene oder verschlossene. Selbstbewusstsein meint eigentlich, man ist sich seiner selbst bewusst! Das bedeutet, man weiß, wer man ist, kennt seine Stärken und Schwächen, seine Wünsche und Träume und ist gefestigt in seiner Meinung, ohne sich diese leicht von anderen beeinflussen zu lassen.
Jemand, der seine Meinung ändert wie eine Fahne im Wind, hat wenig Selbstbewusstsein. Selbst wenn er oft laut ist und diese Meinung dann in Gegenwart bestimmter Personen stark verteidigt.
Wer in einem Kreis das eine sagt und woanders was komplett anderes, der hat wenig Selbstbewusstsein, denn ihm ist seine eigene Meinung nicht klar. Er ist sich seiner selbst nicht bewußt.
Dies ist nicht nur wenig bis gar nicht selbstbewusst, sondern auch ziemlich charakterlos! Mit solchen Menschen möchte ich nichts zu tun haben!
So manch einer sollte vielleicht mal etwas ruhiger werden, in sich gehen und sich ein wenig mehr selbst bewusst werden!
Und ja, wenig Selbstbewusstsein ist immer negativ. Da hilft es auch nicht, wenn man sagt, manch einer hat mehr und ein anderer weniger Selbstbewusstsein, Menschen sind halt so...
Nein! Wenig Selbstbewusstsein ist keine Eigenschaft, sondern es sagt aus, dass man keine Ahnung hat, wer man eigentlich ist und welche Eigenschaften man tatsächlich hat!

Samstag, 23. Mai 2015

Blogstöckchen "waswärewenn"

Mit diesem Blogstöckchen werfen gerade alle irgendwie rum, jetzt hat mich der Jüngling direkt getroffen.
Und da ich das Thema durchaus interessant finde, möchte ich mich jetzt auch mal an die Beantwortung der Fragen machen.

Was wäre anders in deinem Leben, in deinem Alltag, wenn du ein Mann wärst? 

Ich gehe jetzt mal nicht davon aus, dass ich als Mann eine völlig andere Persönlichkeit bzw. anderes Verhalten hätte, sondern immernoch ich, so wie ich jetzt auch bin.
Als Mann würde ich vielleicht nicht so hinter dem Berg halten mit irgendwelchen sexuellen Geschichten oder Eroberungen. Als Mann würde ich mir weniger Gedanken machen, als Schlampe dazustehen.

Was tust du nur deshalb, weil du eine Frau bist? 
Männer um den Finger wickeln, wobei das wohl als Mann umgekehrt auch mit Frauen funktioniert.

Also eigentlich gibt es nur eine Sache, die ich nur mache, weil ich eine Frau bin: Mich über meine Tage aufregen :D

Was tust du nicht, welche Dinge lässt du lieber, weil du eine Frau bist?

Da fällt mir tatsächlich nichts ein, was ich als Mann machen könnte, aber als Frau lieber lasse.

Durch welches Klischee fühlst du dich persönlich beeinträchtigt?

Generell, dass ich als Frau gewisse Dinge nicht kann oder vor irgendwas Angst haben muss, was für Männer selbstverständlich ist. (Alleine ausgehen oder bestimmte Berufe zum Beispiel). Man muss als Frau immer erst beweisen, dass man genauso gut ist wie ein Mann. Und das nervt!

Erzähle von einer Situation, in der du bemerkt hast, dass es von Vorteil ist, zur Gruppe der Frauen zu gehören!

Eine konkrete Situation fällt mir da jetzt nicht ein. Aber allgemein trage ich unglaublich gerne Kleider, weil ich das bequemer finde und als Frau kann ich das ohne schief angeschaut zu werden.
Außerdem als mein Freund zum Militär sollte, ist mir das auch bewusst geworden, dass ich als Frau den  Vorteil habe, nicht von der Wehrpflicht eingeschlossen zu sein. Aber diese ist in Deutschland jetzt ja glücklicherweise ausgesetzt.

Gibt es Situationen, in denen das Geschlecht keine Rolle spielt? 

Für mich eigentlich fast immer. Bei allen Tätigkeiten, Begegnungen ist der individuelle Mensch viel relevanter als die Gruppe Geschlecht.
Eigentlich spielt es nur eine Rolle, wenn ich mit jemanden ins Bett will.


Ich werfe den Stock nun wie einige andere auch einfach mal in die Runde und jeder der Lust hat, darf gerne auffangen!

Und hier die Antworten einiger anderer Blogger:

Onyx
Robin
Christian - Alles Evolution
Der Jüngling
Breakpoint



Mittwoch, 20. Mai 2015

Nachtzug durch Italien

Es ist 22.00 Uhr am Abend als ich den Hauptbahnhof in Rom, Termini, erreiche. Um 23.00 Uhr startet der Nachtzug Richtung Bozen.  Ich komme am Gleis an und sehe, dass der Zug bereits dort steht, " Treno Notte" steht in großen Buchstaben an den Wagons. Allerdings darf man nicht einsteigen, da die einzelnen Kabinen noch vorbereitet werden. Am Gleis warten bereits einige Leute. Auffällig viele Schwarze. Flüchtlinge für die dieser Zug eine Etappe auf dem Weg in ein besseres Leben ist. Die meisten sind ziemlich jung (ich glaube kaum einer der Flüchtlinge, die ich gesehen habe, ist älter als 30 Jahre) und sehr dünn. Ein paar Meter neben mir steht ein Mädchen und zwei Jungs. Leider kann ich nicht hören, was sie sagen, aber das Mädchen schaut besorgt zu ihrem Bruder? Freund?  Bekannten?  so als würde sie fürchten, dass der Zug sie nicht mitnimmt. Dann um ca. halb elf dürfen wir einsteigen. Ich sehe, dass die Schaffner an den Zugtüren die Fahrtickets kontrollieren und den Gästen mitteilen, wo sich ihre Kabine befindet. Dann versuchen das zuvor genannte Mädchen und ihr Begleiter in den Zug einzusteigen. Diesmal fragt der Schaffner nicht nur nach dem Ticket, sondern auch nach den Papieren. Ich wundere mich, wieso man für eine Inlandsreise plötzlich einen Ausweis sehen will. Schließlich stellt sich heraus, dass die beiden keine Papiere haben.  Sie werden nach weiter hinten am Gleis geschickt, wo bereits andere Personen ohne Papiere warten.
Ein gültiges Ticket für diesen Zug ist aber vorhanden.
Ich steige in den Zug, wobei ich nicht nach meinen Ausweis gefragt werde, gehe in meine Kabine, dort begrüsse ich zwei weitere Frauen, mit denen ich die Kabine teile. Mit größter Mühe und dem Entleeren des halben Inhalts schaffe ich es, meinen Koffer unter der Liege zu verstauen.  Ich lege mich hin und schaue aus dem Fenster bevor der Zug abfährt.  Die Gruppe der Flüchtlinge kann ich von hier nicht mehr sehen. Ich frage mich, ob sie im Zug sind oder nicht.  Ich fände es ziemlich mies, wenn sie aufgrund fehlender Papiere trotz gültigem Ticket nicht mitfahren können.
Der Zug fährt los und ich versuche zu schlafen.

Am Morgen als der Zug am Bahnhof in Bozen ankommt, warten bereits Mitarbeiter einer Hilfsorganisation am Bahnhof. Alle Flüchtlinge haben es also bis hierher geschafft.
Ich setze mich auf eine Bank am Bahnsteig und warte auf meinen Anschlusszug während ich das Geschehen beobachte.  An einer Sammelstelle am Ende des Bahnsteigs werden Wasser und Lebensmittel verteilt.  Mir fällt auf, dass einige der jungen Männer neue frische Hemden tragen. Es wirkt als hätten sie sich extra gut gekleidet, um einen guten Eindruck zu vermitteln.  Diese Menschen möchten niemanden ausnutzen oder etwas böses, sie wollen einfach nur ein Leben.

In einem Park in Rom habe ich mich mit Kalid unterhalten, ein Flüchtling aus einem Land im Süden Afrikas. Er lebt seit acht Jahren in Rom und hat bereits zwei Jahre nachdem er in Italien eingereist ist die italienische Staatsbürgerschaft bekommen. Er ist damals geflohen, da in seinem Land eine Diktatur herrscht. Ich weiß leider nicht mehr, welches Land. Aber ich weiß, dass viele Menschen in Europa gar nicht wissen, warum die Menschen aus Afrika fliehen, Diktaturen,  Bürgerkriege, Hungersnöte.
Kalid arbeitet in einem Restaurant und hat eine kleine Wohnung in Rom. Er verdient nicht viel, aber er ist glücklich, dass er in einem freien Land wie Italien leben darf. Und er ist stolz darauf, die italienische Staatsbürgerschaft zu haben.
Ich hoffe, dass auch viele derjenigen, die an diesem Morgen in Bozen angekommen sind, irgendwann ein ähnlich glückliches Leben in Europa führen können.

Als ich Zuhause später ein wenig durch Facebook stöbere, hat einer meiner Freunde einen Beitrag der Organisation geteilt, die den Flüchtlingen in Bozen hilft. Sie suchen Spenden und Unterstützung.  Dort erfahre ich dann auch, dass täglich 50 bis 100 Flüchtige in Bozen ankommen, das sind ca. 2000 im Monat. In einer Stadt, die keine 150.000 Einwohner hat.
Und in Deutschland regen sich die Menschen auf, wenn eine Großstadt wie Hamburg oder Bremen ca. 1000 Flüchtlinge aufnehmen soll.
Die meisten der Flüchtlinge wollen nicht in Bozen bleiben, sondern weiter in den Norden, Österreich, Deutschland, Niederlande.
Aber die wenigsten werden das schaffen, da sie bereits am Brenner aufgehalten und zurück geschickt werden nach Italien.
Die sog. Drittstaatenregelung im europäischen Asylrecht macht es möglich. Diese besagt, dass das europäische Land einen Asylsuchenden aufnehmen soll, welches er als erstes erreicht. Ganz wunderbar, wenn man sich mal die Lage von Deutschland anschaut.
Ganz solidarisch ist Europa, wenn es darum geht Banken zu retten. Wenn es aber darum geht, Menschen zu retten, dann darf Italien das gerne alleine, die haben schließlich die beschisse Lage am Mittelmeer. Und wenn Italien kein Geld mehr hat für Aktionen wie "Mare nostrum", dann muss eben gestorben werden auf dem weg zum Friedensnobelpreisträger.

Vielleicht schaffen es einige der Flüchtlinge auch bis zu ihrem Traumziel in Europa und zu ihrem Traumleben.
Wobei ich ihnen von einem so kaltherzigen Land wie Deutschland, in dem Menschen noch zwanzig Jahre nach der Flucht aus dem Kosovokrieg nur mit einer Duldung leben und abgeschoben werden können, abraten würde!

Freitag, 15. Mai 2015

Leistung und Bezahlung

Was ist eigentlich eine Leistung? Und wofür verdient eine Person eine Bezahlung? Was wird in der heutigen Zeit überhaupt noch entlohnt? Ist es tatsächlich das was jemand leistet, das Wissen, was jemand hat, auch wenn gar nicht so umfangreich benötigt, oder vielleicht die Zeit, die jemand zur Verfügung stellt?

Unter einem meiner letzten Artikel zum Thema Sexarbeit wurde die Frage gestellt, welche Leistung eine Sexarbeiterin bringt, dass sie so viel Geld bekommt.
Bei einem normalen Beruf würden die Männer sich schließlich unter Schweiß ihren Körper kaputt arbeiten...
Wie viele Berufe sind heutzutage tatsächlich körperlich anstrengend? Es gibt sie, zum Großteil sind es Berufe im Handwerk (kenne ich, weiß also, was ein körperlich anstrengender Beruf ist) oder der Gastronomie.
Zig Berufe finden am Schreibtisch statt und beanspruchen mehr das Gehirn als den Körper. Hier zählt dann das zuvor genannte Wissen.
Dann gibt es aber durchaus einige Berufe, bei dem keines von beidem der Fall ist, sondern die Zeit der Anwesenheit bezahlt wird, beispielsweise Pförtner, Nachtwache etc. Hier muss im ganzen Arbeitszeitraum wenig getan werden außer anwesend zu sein.
Und was ist mit Berufen wie Rocksänger oder Fussballer, wie steht hier die Bezahlung im Verhältnis zur Leistung?
Und welche Leistung bringt eigentlich ein Vermieter außer dass er etwas besitzt (womöglich durch Erbe),  ist das schon eine Leistung?

Neben den genannten Aspekten spielen weiterhin Angebot und Nachfrage eine Rolle für den Preis - egal ob von Produkten oder Dienstleistungen. Anders ist es nicht zu erklären, warum bestimmte seltene Sammlerstücke wie Briefmarken o.ä unglaublich hohe Verkaufssummen erzielen, obwohl der eigentliche Materialwert bei wenigen Cent liegt.

Was ist jetzt also die Leistung bei der Sexarbeit bzw. was ist eigentlich das, wofür der Kunde zahlt? Ist es überhaupt Leistung? Ist es Wissen, Zeit oder Seltenheitswert?
Nach meiner Erfahrung ist es eine Mischung aus allem. Der Kunde möchte Entspannung, möchte Gesellschaft. Unterhaltung.  Den wenigsten geht es um stumpfes rein-raus (da würde vermutlich auch eine Gummipuppe ausstreichen).
Es geht wir zuvor schon einmal geschrieben um eine Illusion von Nähe,  Vertrautheit, Interesse.  Es geht um gute Unterhaltung genauso wie um gute Erotik.
Der Kunde kauft die Zeit, in der er die Gesellschaft der Frau genießen kann. Besonders bei Dates über Nacht spielt der Faktor Zeit eben eine große Rolle.  Wenn ich mich mit jemandem zum Abendessen verabrede, über Nacht bis zum Frühstück bleibe, so habe ich einen enormen Zeitaufwand im Vergleich dazu, wenn man ein oder zwei Stunden nach dem Abendessen geht.
Bei Dates, die mit einem netten Gespräch beim Essen beginnen, sind bestimmte andere Dinge wichtig, die nicht direkt was mit Sex zu tun haben, zB muss man sich zu kleiden wissen, nicht völlig verwirrt sein, wenn mehr als nur eine Gabel und ein Messer neben dem Teller liegen. Ein vielfältiges Allgemeinwissen ist ebenfalls von Vorteil, um das Gespräch am Laufen halten, und sich bei den verschiedensten Themengebieten fundiert äußern zu können. Hier kommt also der Bereich Wissen zum Tragen.
Und beim momentanen Markt in der Sexarbeit hat eine gebildete, deutsche Frau auch noch einen gewissen Seltenheitswert ;)
Und ganz generell ist eine Dienstleistung oder aber ein Produkt immer so viel wert wie jemand bereit ist zu bezahlen. Wenn mir also für eine Nacht jemand 10.000 Euro zahlen würde, dann wäre dies für denjenigen eben so viel wert. Ich wunder mich auch immer wieder wie viel manche Menschen für irgendwelche Sammlerstücke bezahlen, aber für diejenigen scheinen diese Stücke einen entsprechenden Wert zu haben. So gesehen ist der Wert von etwas immer abhängig von individueller Wertschätzung.

Freitag, 8. Mai 2015

Moralapostel

Anscheinend hat durch Zufall oder wie auch immer jemand aus meinem privaten Umfeld meinen Blog gefunden. Zumindest hat eine Freundin mir gesagt, dass sie Gerede deswegen mitbekommen hat.  Besonders wegen dem Thema der letzten Artikel...
Gerede kenne ich ja zu Genüge. Ein Großteil der Menschen scheint selbst ein ziemlich langweiliges Leben zu haben, da reden über das Leben anderer ja interessanter scheint als sein eigenes zu genießen!
Schon vor ein paar Wochen habe ich mich von manchen Leuten zurückgezogen, weil ich mich nicht wohl gefühlt habe und diese Geschichte bestätigt meine Entscheidung einfach nur erneut.  Es kann nicht sein, dass ich bei Menschen, mit denen ich viel zu tun habe und bei denen ich teilweise dachte, die sind meine Freunde, immer darüber nachdenken muss, was ich sage und was nicht.  Glücklicherweise habe ich mittlerweile auch in Südtirol ein paar richtige Freunde gefunden, bei denen das nicht der Fall ist.  Menschen, die in meinem Herzen sind und denen ich vertrauen kann.  Schließlich habe ich auch die Freundinnen, die bereits zu Beginn über mein Experiment Bescheid wussten, diejenigen, denen ich schrieb, wo ich bin, wenn ich mich mit einem Mann getroffen habe, die immer mein Rückhalt waren.
Liebe Bekannte, wenn ihr dass jetzt hier lest: Eure scheiss Doppelmoral kotzt mich an!
Schwarzarbeit ist für euch und in Italien fast so normal wie Sonnenschein, wenn es aber um Sexarbeit geht, ist das in euren Augen kriminell... Nein, meine lieben, Sexarbeit in Italien ist nicht verboten, vielleicht sollte man sich zunächst mit den Gesetzen auseinander setzen, bevor man so einen Unfug behauptet!
Ich war neugierig und habe einen Selbstversuch gemacht, der mir tatsächlich bei meinen Erkenntnissen etwas gebracht hat. Ich habe nie geplant, der Sexarbeit dauerhaft nachzugehen, dafür hätte ich einfach auch zu wenig Zeit, es gibt so viele andere tolle Dinge, die ich machen will!
Sollte ich allerdings tatsächlich aus Neugier mal den Straßenstrich besuchen, so könnt ihr sicher sein, dass der oder die Berichte mit zeitlichem Abstand erfolgen.
Und wer ständig homophobe Witze reist und nicht mal merkt, dass er damit Menschen in seinem Umfeld verletzt, sollte lieber nochmal darüber nachdenken, was für eine tolle Einstellung er hat!
Moral am Arsch! Mir geht's mit meiner eigenen ganz gut! Und es hat den Vorteil, dass ich Arschlöcher jetzt noch eindeutiger erkennen und aus meinem Leben streichen kann!

Samstag, 2. Mai 2015

Der Sex und das liebe Geld

Schon unter meinem letzten Beitrag wurde die Frage gestellt, wie viel man so nimmt für diese Dienstleistung.
Auch war das für mich natürlich ein Thema bevor ich angefangen habe: nicht zu billig, man will sich ja auch nicht unter Wert verkaufen, aber auch nicht zu teuer, dann klappt das nicht mit den Kunden.
Ein wenig Recherche im Netz in verschiedenen Freierforen, so wie auf Seiten von Sexarbeiterinnen hat mit schließlich geholfen.
Ich konnte so feststellen, dass hier anscheinend wenig Sexarbeiterinnen unterwegs sind, die deutsch sprechen (häufiger italienisch), was viele Männer vermissen. Außerdem schien ein Preis von um die 100 Euro gerade bei Frauen, die der deutschen Sprache mächtig sind, durchaus normal zu sein. Dabei rede ich hier von 08/15 Sex ohne irgendwelche Besonderheiten.
Also beschloss ich, mit 120 Euro anzufangen. Erstaunlich viele Kunden wollen allerdings mehr. Und mit mehr meine ich jetzt gar nicht irgendwelche ungewöhnlichen, perversen Spiele.  Viele wollen die Illusion eines Dates einer Verabredung mit einer tollen netten Frau. Im Prinzip, das Date mit Sexgarantie. Wer mehr will, muss mehr zahlen, das Date kostet 200 plus Spesen.  Das heißt, man geht zunächst gemeinsam etwas essen oder in eine nette Bar und erst danach ins Bett. Dies ist tatsächlich die am häufigsten gewählte Variante.
Daher habe ich auch den Eindruck, dass Männer sich in dem Fall eben nicht nur Sex kaufen, sondern die Illusion.  Eine Freundin auf Zeit ohne Verpflichtungen auf Seite des Mannes.
Für irgendwelche Extrawünsche kommt dann auf die 200 noch etwas drauf. Was im einzelnen möglich ist und was nicht, behalte ich allerdings für mich.
Für eine ganze Nacht nehme ich 400.

Ich weiß aufgrund meiner Recherche, dass ich mit den Preisen nicht die günstigste bin, aber immernoch deutlich unter den teuren Escort Agenturen, also eher im Mittelfeld bin.
Auch ich habe mich zu Beginn gewundert, wie viel Männer bereit sind für die Gesellschaft einer Frau zu bezahlen.  Was bekommen die Männer eigentlich für ihr Geld? Welche Leistung biete ich?
Das kann ein Kommentator unter einem meiner letzten Artikel anscheinend gar nicht verstehen, also geht's in meinem nächsten Post genau darum: Wert und Leistung

Samstag, 25. April 2015

Ich und die Sexarbeit

Wie bereits in meinem letzten Kurzpost angekündigt, habe ich das mal ausprobiert mit der Sexarbeit.
In erster Linie mache ich das wohl aus Neugier, ich bin ein unglaublich neugieriger Mensch. Und ich bin außerdem ein unglaublich misstrauischer Mensch, d.h. ich glaube ungerne, was ich irgendwo in den Medien höre, sondern mache mir lieber selbst ein Bild.

Bei der Sexarbeit interessieren mich in erster Linie folgende Fragen :
- was sind das für Männer, die für Sex bezahlen? Also Alter, Beruf, Single oder vergeben etc.
- wie viel sind Männer bereit für Sex auszugeben?
- was erwarten Männer, wenn sie für Sex bezahlen? Die 08/15 Nummer oder eher perverse Extras?

Natürlich ist mein Versuch jetzt nicht wie eine professionelle Studie aufgebaut, sondern es ist ein persönlicher Versuch mit persönlichen Erfahrungen und es ist immernoch möglich, dass jemand anders ganz andere Erfahrungen machen würde.
Bisher haben die Antworten auf meineobigen Fragen mich eher erstaunt, da sie ziemlich dem Gegenteil entsprechen als das gerne in den Medien dargestellte Vorurteil über die Kunden von Sexarbeitern.
Die meisten Männer, die mich kontaktieren sind zwischen 25 und 45 Jahre alt, durchaus attraktiv und sehr nett und freundlich. Und es ist überhaupt nicht so, dass die der Meinung sind, eine Frau, für die sie bezahlen muss alles mitmachen. Fast immer wenn ich gefragt habe, was sie möchten und wünschen, wurde betont, dass es wichtig ist, dass es beiden Spaß macht und letztendlich auch immer so gehandelt. Nie wurde versucht, mich zu Dingen zu überreden, die ich bereits von vornherein abgelehnt habe.

Die genannten und andere Fragen werde ich in weiteren Artikeln näher behandeln.
Insgesamt habe ich viele Interessante und nette Menschen kennengelernt und hatte eine Menge Spaß, kann mir jetzt einen super Urlaub und er neues Tattoo leisten.

Sonntag, 5. April 2015

Sonntag, 22. März 2015

Von Glück und glücklich sein

Zum Anlass des internationalen Tag des Glücks (ich weiß, ich bin ein bisschen zu spät),  habe ich mir auch mal Gedanken darüber gemacht, was bedeutet eigentlich Glück und was macht glücklich?

Viele sind leider der Meinung Geld bzw. materieller Reichtum würde glücklich machen. Tatsächlich hat eine Studie herausgefunden, dass ein erhöhtes monatliches Einkommen glücklicher macht.  Die aber auch nur bis zu einer bestimmten Summe und die liegt bei ca. 2500 Euro monatlich (natürlich für eine Einzelperson und nicht eine fünfköpfige Familie). Dieses Einkommen ermöglicht ein angenehmes Leben ohne große Sorgen und trägt damit dazu bei, glücklich zu sein.  Eine weitere Steigerung des Einkommens hilft nicht dabei das persönliche Glücksempfinden weiter zu steigern.
Ich habe die Studie jetzt leider nicht zur Hand, also kann man mit entweder glauben, es sein lassen oder die Studie im Netz suchen und in einem Kommentar posten ;)

Im allgemeinen ist es so, dass Erlebnisse um vielfaches glücklicher machen als Materielles.  Wenn man also nur ein begrenztes Budget zur Verfügung hat, dann sollte man es lieber in ein Erlebnis wie Urlaub,  Sport oder Fallschirmspringen investieren als in das nächste Designerkleid.

Ein weiterer Punkt, der viele Menschen glücklich macht, ist die Liebe.  Nicht nur die Liebe zwischen Partnern, sondern auch die Liebe in der Familie oder zwischen Freunden. Eine Umarmung, nette Worte, ein Lächeln - all diese kleinen Aufmerksamkeiten machen glücklich! Ein Mensch, der niemand anderen hat, wird kein glückliches Leben führen können.

Egal was passiert, egal wie sehr man denkt, dass man mal wieder Unglück hat und es allen anderen besser geht, nichts ist tatsächlich so schlimm wie es in dem Moment scheint.
Um glücklich zu sein, hilft es, bei allen Dingen zu versuchen, das Positive zu sehen.  Ein guter Freund von mir kann da beeindruckend gut.  Ich bin oft geradezu fasziniert davon. Wenn wir beispielsweise am Samstagmorgen geweckt werden, weil in der Metzgerei ein Stockwerk tiefer gearbeitet wird, freut er sich darüber, dass wir noch im Bett liegen können, während andere arbeiten müssen. Viele andere Menschen hätten in der Situation sich darüber aufgeregt an einem freien Tag so früh geweckt zu werden und hätten gleich schlechte Laune.

Meine persönlichen Glücksmomente:

- aus dem Fenster sehen und die Berggipfel der zwei- und dreitausender im Sonnenschein leuchten sehen.

- Mit dem Auto einfach losfahren und mir die Welt ansehen: Verona, Venedig, München,  Reschensee,  Gardasee,  Pragser Wildsee...

- Mit Freunden Telefonieren und Probleme bequatschen können

- nach der Arbeit sehen,  was ich geschaffen habe - auch ein wenig stolz drauf sein.

- Gutes Essen genießen

- und noch einiges mehr...

Was sind eure Glücksmomente? Mit welchen Methoden schafft ihr euch ein möglichst glückliches Leben?

Mittwoch, 11. März 2015

These: Eine Frau kriegt jeden Mann ins Bett

Kurz zu näheren Erläuterung: Wenn eine Frau einen Mann attraktiv findet und sich vornimmt, mit dem Sex zu haben, so wird sie in in 99% der Fälle auch bekommen.  Ausgenommen homosexuelle oder die wenigen vergebenen und treuen Männer.

Diese These diskutierte ich gestern mit einer Freundin, deren Meinung dagegen steht.  Sie denkt, dass es genug Gründe gibt für einen Mann, einer Frau eine Abfuhr zu erteilen, an vorderster Stelle natürlich, dass er sie nicht attraktiv /sexuell anziehend findet.
In der weiteren Diskussion auch mit einigen Freunden wird eher ihre Meinung vertreten. Wenn es aber um Tatsachen, um Handlungen geht, so stützten diese meine These.  Frauen danach gefragt, ob sie jemals eine Abfuhr bekommen haben, wenn sie einen Mann für Sex wollen, verneinen dies. Männer danach gefragt, ob sie jemals "Nein" zu einer Frau gesagt haben, verneinten dies ebenfalls.  Auch diejenigen, die zuvor meine These vehement bestritten.
Es wurde auf den Zufall geschoben, dass die Frauen eben Männer angemacht haben, die sie ebenfalls attraktiv fanden.

Nun einige Ideen, Vermutungen, zu oben genannter These :
- Vielleicht bekommt eine Frau nicht jeden rum, aber jeden, den sie will, weil sie automatisch nur solche Männer anziehend findet, die die auch wiederum attraktiv finden. Könnte biologische Ursachen haben, vielleicht kann Christian dazu ja mal was sagen.

- Es könnte auch eine Rolle spielen, dass Männer seltener von Frauen angemacht werden als umgekehrt und so ihre Chance nutzen wollen.

- Möglicherweise sind nur solche Frauen offensiv gegenüber Männern, die sowieso recht attraktiv und selbstbewusst sind und daher nur sehr geringe Chancen bestehen abgelehnt zu werden.

Dies sind alles nur Vermutungen, aber meine These ergibt sich eben aus persönlichen Erfahrungen und Erfahrungen im Freundeskreis selbst von solchen Menschen, die eben rational nicht an die Gültigkeit glauben.

Wichtig weiterhin, ich spreche hier nicht von einer langjährigen Liebesbeziehung, sondern von Sex, egal ob jetzt ONS oder Affäre.
Wäre interessant zu erfahren, wie andere das sehen und vor allem, was die Erfahrungen im Bezug auf die zuvor genannten Fragen an Männer und Frauen sagen.

Sonntag, 8. März 2015

Gender bei "hart aber fair"

In der wöchentlichen Talk-Sendung "hart aber fair", lautete an letztem Montag das Thema "Nieder mit den Ampelmännchen - Deutschland im Gleichheitswahn".
Geladen war leider wenig Kompetenz und stattdessen viel Polemik. Gäste waren:  Anne Wizorek, die nicht viel mehr vorzuzeigen hat als "Bloggerin" als Berufsbezeichnung und die es dem Zufall zu verdanken hat, dass ihr Hashtag #Aufschrei ihr plötzlich zu medialer Aufmerksamkeit verhalf. Anton Hofreiter,  Fraktionschef der Grünen im Bundestag, der sich politisch eigentlich mehr auf Umwelt und Verkehr konzentriert hat als auf Geschlechterthemen.  Wolfgang Kubicki,  stellvertretender Vorsitzender der FDP und Fraktionschef im Landtag außerdem beruflich tätig als Strafverteidiger. Sophia Thomalla, Schauspielerin und qualifiziert für eine Teilnahme an der Talk - Runde durch ihre Eigenschaft als Frau.  Letzte in der Runde Birgit Kelle, die vermutlich in erster Linie gekommen ist, um ihr aktuelles Buch zu promoten (wie auch Anne Wizorek, was ich zuvor vergessen hatte zu erwähnen),  aber auch zumindest schon einmal mit dem Thema auseinandergesetzt hat.
Diese geballte Kompetenz diskutierte nun über das Thema Gender, welches schon im Titelnamen der Sendung völlig einseitig tendenziös dargestellt wurde.
Und die Diskussion selbst war nicht besser.  Der vernünftigste Satz am diesem Abend kam meiner Erinnerung nach von Anton Hofreiter als dieser nachfragte, warum kein Experte zum Thema eingeladen wurde - wenigstens einer in der Runde hatte es gemerkt.
Es wurden dann über die meiste Zeit irgendwelche Strogpuppen (yeah, geschlechtsneutral, bei so einem Thema muss das mal ;))  wie röhrende Hirsche oder Unisextoiletten behandelt.  Am Rand ging es dann auch mal zum sexuelle Belästigung, wobei sich alle einig waren, dass diese nicht zu dulden ist, aber nicht über die Definition der sexuellen Belästigung.  Frau Thomalla ist der Meinung, dass Wizorek alles viel zu eng sieht und man sich als Frau doch über Komplimente freuen sollte statt diese zu verteufeln! Und in dem Fall gerne ich ihr eindeutig Recht.  Es ist schade, dass das Verhältnis zwischen Männern und Frauen immer mehr vergiftet wird durch solche "Skandale" wie damals mit Brüderle.
Aber auch Wizorek hätte eigentlich gutes und richtiges zu sagen, allerdings verspielt sie sich bei mir jede Chance darauf ernstgenommen zu werden, weil sie wie eine plärende dreijährige jedem zu jederzeit ins Wort gefallen ist.  Die einzig richtige Reaktion kommt nahe dem Ende der Sendung von Thomalla, als diese mit einem "pscht" und einer abwinkenden Handbewegung auf das Geplärre antwortet.

Anton Hofreiter versucht dem vermeintlichen Mainstream-Feminismus in den Arsch zu kriechen und ist dabei nicht einmal in der Lage "Sex" (biologisches Geschlecht)  und "Gender" (soziales Geschlecht) zu unterscheiden.  So weit hätte man sich im Vorfeld als Arschkriecher zumindest informieren können.  Sonst hätte er sicher nicht den Fehler gemacht, Gender-Professuren damit zu verteidigen, dass beispielsweise der Aufbau der Knie bei Männern und Frauen unterschiedlich ist und dies bei Prothesen wichtig ist.
Gender- Professuren hingegen sind dafür zuständig, die Studenten beispielsweise darüber aufzuklären, dass Frauen bei gleicher Arbeit 23% weniger verdienen und selbst wenn jemand auf die tatsächlichen Inhalte der Studie hinweist, auf ihrem Standpunkt zu verharren - selbst erlebt. Aber Sekundärliteratur scheint für "Genderforschung" wohl ausreichend zu sein...

Alles in allem konnte ich diese Sendung mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachten: ein lachendes, weil das ganze Theater als solches (vielleicht Komödie) betrachtet ziemlich lustig war.  Und ein weinendes, weil zigtausende das ernst nehmen und denken, dort sitzen Leute,die Ahnung vom Thema haben.

Sonntag, 1. März 2015

Feindbild Feministin erhalten

Ich bin Feministin! Ich bin für die Gleichberechtigung zwischen allen Menschen, egal welchen Geschlechts!
Das ist nämlich die Kernaussage des Feminismus: Gleichberechtigung! Wie diese nun zu erreichen ist, da gehen die Meinungen teilweise weit auseinander.
Es macht einen Unterschied, ob man die Menschen als Individuum oder als zwei sich gegenüberstehende Gruppen von Männern und Frauen betrachtet. Bei der Betrachtungsweise der Gruppen wird beispielsweise eine Frauenquote favorisiert,  da eine Verteilung von Positionen über zwei gleiche Gruppen mit nur dem unterschiedlichen Merkmal Geschlecht, die so unterschiedlich ausfällt wie sie es aktuell tut, nur aufgrund von Benachteiligung des einen Geschlechts zustande kommen kann.
Hier geht es dann aber nicht mehr nur um Gleichberechtigung, sondern einen Schritt weiter: Gleichstellung. Leider in der Umgangssprache oft verwechselt, kann ich aber eigentlich davon ausgehen, dass jeder, der sich ein wenig mit den Geschlechterthemen beschäftigt hat, diese Unterscheidung kennt. Gleichstellung fordert Ergebnisgleichheit ohne dabei die Wünsche und Interessen der Individuen zu berücksichtigen.
Gleichberechtigung hingegen möchte die gleiche Ausgangssituation, das bedeutet, dass jeder Mensch individuell die gleichen Rechte hat und was er damit dann macht, ist ihm selbst überlassen. Dann ist es vielleicht interessant zu schauen, warum mehr Frauen Kindergärtnerinnen werden und mehr Männer Börsenmakler, aber diese Situation ist nicht gleich als falsch zu verurteilen. Zumindest nicht so lange die nötige Ausbildung beider Berufe allen Menschen gleichermaßen offensteht.

Feministin sein, bedeutet jetzt nur ein Einsetzen für die Gleichberechtigung. Es gibt auch viele Feministinnen, die sich weiterhin für Gleichstellung einsetzen, was aber eher eine Art Extremisierung des Feminismus ist, in etwa so wie Islam und Salafisten.

Und natürlich ist bekannt, dass gerade Extremisten und Radikale immer am lautesten sind und auffallen. Von 5 Millionen Muslimen in Deutschland verstehen sich nicht einmal 10.000 als Salafisten, trotzdem meint jeder, zu wissen, was Islam bedeutet, denn in den Nachrichten und Talkrunden wird ja über die Salafisten berichtet. Wenn man dann aber ganz normale und gemäßigte Muslime kennenlernt ändert man vielleicht sein Bild vom Islam.
Auch im Feminismus sind die Extremen und Radikalen am sichtbarsten,  das prominenteste Beispiel Alice Schwarzer oder auch die Mädchenmannschaft. Hier wird allerdings das Bild traurigerweise nicht korrigiert, wenn man vernünftige Feministinnen, die sich für den tatsächlichen Grundsatz des Feminismus, nämlich Gleichberechtigung, einsetzen, trifft. Nein, im Gegenteil, der Person wird dann einfach abgesprochen, Feministin zu sein.  Denn sonst müsste man ja sein Feindbild korrigieren und könnte nicht mehr allumfassend gegen "den Feminismus " hetzen, was so manchen Männerrechtler sicher stark enttäuschen würde.
Und eigentlich verstricken sich die Männerrechtler und Maskulisten da selbst in einen Widerspruch: einerseits wird ständig gefordert, dass Feministinnen nicht nur in ihrer eigenen Filterblase kreisen und alle anderen Meinungen abblocken, sondern sich für Diskussionen und Argumente öffnen sollen und wenn man es dann tut, so ist man keine "richtige Feministin".  Auf diese Weise kann man natürlich nicht mit Feministinnen diskutieren.  Und traurigerweise wird das Bild aufrecht erhalten, obwohl die meisten Feministinnen keine "Salafisten" sind!