Mittwoch, 18. Juni 2014

Betrüger


Was geht bei Männern im Kopf vor, die ihre Partnerin betrügen? Also ich meine jetzt nicht mal einen einzigen Fehltritt vielleicht im besoffenen Kopf. Ich gehe sogar davon aus, dass das evtl. jedem mal passieren kann, besonders wenn es in der Beziehung gerade nicht gut läuft.
Ich aber rede von denjenigen, die jahre- oder jahrzehntelang ihre Partnerin bewusst hintergehen mit verschiedenen Geliebten und Affären. Ich kann das einfach nicht verstehen. Ich habe mich vor kurzem mit so einem Mann unterhalten, der seit fast zwanzig Jahren seine Frau hintergeht. Für ihn ist das in Ordnung und er ist der Meinung, dass es seiner Frau nichts ausmacht, solange sie nichts weiß. Schließlich hat besagte Frau ja nicht weniger von ihm.
Oder ein guter Freund von mir hat vor ein paar Tagen seiner Freundin einen Heiratsantrag gemacht und das obwohl er sie betrogen hat uns genau weiß, dass er sie weiterhin betrügen wird.
Er hat selbst erlebt, wie verletzend das sein kann, da seine Ex damals mit einem Freund von ihm ins Bett gegangen ist. Er war damals total fertig, scheint sich aber jetzt nichts dabei zu denken. Er scheint wohl nicht zu begreifen, dass er seiner Freundin viel Schlimmeres antut. Sollte sie irgendwann rausfinden, was er treibt, wird für sie doch alles zusammenbrechen. Ich habe kurz überlegt, ihr etwas zu sagen, aber andererseits ist das deren Problem und ich möchte meinem Freund da ja auch nichts kaputt machen. Irgendwie scheinen diese Männer ihre Freundinnen oder Frauen ja zu lieben.
Laut eigener Aussage fehlt einfach was im Bett oder die Freundin möchte halt nicht so oft wie er. Aber wäre das nicht viel mehr ein Grund, das Gespräch zu suchen statt einer Affäre?!
Gerade bei unterschiedlichen sexuellen Bedürfnissen bleibt auch immernoch die Möglichkeit einer offenen Beziehung. Es soll durchaus Menschen geben, die damit sehr glücklich leben können. Und dann würden all die Lügen und Heimlichkeiten wegfallen.
Ich hoffe nur, dass der Partner, den ich mal haben werde, immer ehrlich zu mir ist und mir so etwas nicht antut!
Falls hier irgendwer mitliest, der häufiger seine Partnerin betrügt/betrogen hat: Warum redest Du nicht mit ihr?
Und vermutlich gibt es auch Frauen, die ähnliches treiben, ich rede hier nur von Männern, da mir da eben Beispiele bekannt sind.

Sonntag, 8. Juni 2014

Angstfrei

Ich habe schon häufiger - gestern erst wieder - gehört, ich sei mutig. Aber das sehe ich anders: Ich bin nicht mutig, ich habe nur keine Angst. Also ich weiß noch wie sich Angst anfühlt, aber das ist schon etwas länger her. Mit Angst meine ich jetzt auch nicht irgendeine aufsteigende Nervosität vor wichtigen Gesprächen, sondern wirkliche Ängste. Wie beispielsweise die Angst davor, Opfer eines Gewaltverbrechens zu werden oder die Angst vor Tod und Krankheit, Verletzungen.
Mut ist nach meinen Verständnis nun das Überwinden dieser Ängste, wie Nachts alleine im Park umhergehen, obwohl man Angst hat, überfallen zu werden. Ich hingegen bin oft mal nachts alleine unterwegs, aber habe keine Angst vor irgendetwas, daher denke ich auch nicht, dass das in dem Moment Mut ist. Allerdings sieht es wohl für Außenstehende so aus.
Ich weiß auch nicht, woher das kommt, dass ich keine Angst habe und ob das immer so gut ist bezweifle ich auch. Denn Angst erfüllt ja den Zweck uns zu schützen, quasi zu warnen vor bestimmten Situationen. Und diese Warnungen fehlen mir momentan. Allerdings geht es mir so sehr gut, ich empfinde völlige Freiheit, Dinge zu tun. Und passiert ist mir seit ich keine Angst habe jetzt auch nicht mehr als vorher. Vielleicht habe ich einfach Glück oder aber die Welt ist gar nicht so schrecklich gefährlich wie sie für viele andere erscheint.