Samstag, 31. Mai 2014

Die verdamme Liebe


Es ist als wäre die vergangene Nacht weit weg. Aber noch heute Morgen saßen wir zusammen am Frühstükstisch und ich habe lecker Semmeln mit Spiegelei genossen. Eigentlich dachte ich immer, ich mag kein Spiegelei, aber wenn er Spiegelei macht ist das einfach unglaublich lecker. Ich liebe sein Spiegelei. Und ich liebe ihn.
Vielleicht war es genau deshalb ein Fehler, bei ihm zu übernachten. Aber ich kann mir einfach keinen schöneren Ort zum schlafen vorstellen als in seinem
Bett, in seinen Armen. Trotzdem ist es jetzt, obwohl letzte Nacht, gefühlt weit weg als wäre es letztes Jahr gewesen. Irgendwie macht mich die Situation wieder traurig, weil ich weiß, da wird nie mehr sein. Er liebt mich nicht.
Klar denkt man als Außenstehender jetzt vermutlich, dass es dumm war bei ihm zu schlafen, dass ich mich damit selbst quäle und vielleicht trifft das sogar zu, aber ich kann nicht anders. Und wahrscheinlich würde ich das wieder machen, wahrscheinlich werde ich das wieder machen. Lieber diese paar schönen Tage oder Nächte, als sich aus dem Weg zu gehen. Lieber Stunden genießen als versuchen zu vergessen.
Nur mit der Liebe, da muss ich klar kommen. Das ist eben mein Problem. Normalerweise sage ich immer, man soll die Hoffnung nicht aufgeben, aber in diesem Fall wäre es wohl besser.
Wenn die Liebe verschwindet, wäre ich jetzt vermutlich nicht so traurig und wir könnten einfach normale Freunde sein. Am liebsten würde ich auch heute wieder bei im schlafen, aber jetzt sitze ich am Bahnhof und warte auf den Zug nach Hause.

Mittwoch, 28. Mai 2014

Diskriminierung auf dem Fußballplatz




Dieser Artikel erschien vor kurzem in einer regionalen Tageszeitung. Ein Schiedsrichter hat den Spielern rote Karten gegeben, weil sie nicht mit ihm italienisch sprechen wollten. Damit hat er im Sport seine "Macht" genutzt und das Spiel aus diskriminierenden Gründen falsch entschieden. Da es sich dabei nicht um ein wichtiges Spiel einer hohen Kategorie gehandelt hat, ist er vermutlich davon ausgegangen, dass man nicht so genau hinsieht.
Ein italienischer Schiedsrichter, der ein Spiel in Südtirol pfeift, sollte auf jeden Fall in der Lage sein, die deutsche Sprache zu sprechen! Vermutlich konnte er das auch, wollte allerdings die deutschsprachigen Spieler bewusst diskriminieren.
Obwohl Italiener und Südtiroler heute friedlich miteinander leben, gibt es leider immernoch solche rassistischen Vorfälle.

Schade finde ich mitunter auch die Diskussionen, die zu dem Thema auf Facebook entstanden sind. Dort hat jemand den Artikel online gestellt und bereits nach kurzer Zeit gab es einige Kommentare. Leider waren haufenweise Leute darunter, die die Meinung vertraten: "Wer in Italien ist, muss italienisch sprechen". Ich glaube, dass diese Leute gar nicht über die spezielle Situation in Südtirol Bescheid wissen. Dass diese Leute keine Ahnung haben, dass man hier genauso deutsch wie italienisch spricht.
Viele Südtiroler können kaum italienisch, obwohl das in der Schule gelernt wurde. Aber mal ehrlich, wie viele Deutsche können tatsächlich noch gut englisch, wenn sie es nie nach der Schulzeit anwenden.

Donnerstag, 1. Mai 2014

Pille danach


Ich habe immer die Meinung vertreten, dass man den Zugang zur Pille danach nicht zu einfach machen sollte.
Jetzt habe ich am Wochenende Blödsinn gemacht und brauchte am Sonntag die Pille danach. Ich also zum Krankenhaus, um mir ein Rezept zu besorgen. Schon am Empfang wurde ich sehr freundlich begrüßt. Die Krankenschwester konnte sich noch genau an mich erinnern, als ich letztes mal wegen Alkoholvergiftung dort war, war sie dabei als ich eingeliefert wurde... Die muss jetzt auch einen ganz tollen Eindruck von mir haben :D
Als ich dann zum Arzt rein bin und gesagt habe, ich brauche die Pille danach, war die einzige Frage, die er mir gestellt hat, wie lange der Sex her gewesen ist, wegen der verminderten Wirkung nach einiger Zeit. Dann ab zur Apotheke und das war's.
Also nach eigener Erfahrung kann ich jetzt sagen, dass es - hier zumindest - verdammt einfach ist, an die Pille danach zu kommen. Bei einer solchen Vorgehensweise könnte man sich allerdings tatsächlich die Rezeptpflicht sparen, da sie keinen Sinn ergibt. Die Frage danach wie lang der Sex her ist bzw. die Aufklärung über die Wirkung könnte auch genauso gut in der Apotheke gemacht werden.
Dennoch denke ich tatsächlich, dass es eigentlich nicht so sein sollte. Ich glaube, dass es durchaus Frauen gibt, die vielleicht tatsächlich einfach mal auf Verhütung verzichten, da gerade kein Kondom zur Hand ist und es gibt ja die Pille danach. Ich hatte diese Einstellung nie, es war einfach ein Missgeschick. Ich bin auch der Meinung, dass vermutlich ein Großteil der Frauen auch ohne Rezeptpflicht verantwortungsvoll mit der Pille danach umgehen würde.
Und diese Methode ist schließlich um einiges besser als Abtreibung.
Was die Wirkung angeht, so hoffe ich jetzt. Lustige Nebenwirkungen waren zumindest da: starke Unterleibschmerzen und Schüttelfrost. Dann bete ich mal, dass das Ding auch eine Wirkung hat.
Ich möchte nämlich im Moment definitiv kein Kind und ganz sicher nicht von einem Freund, den ich nicht liebe.