Sonntag, 20. April 2014

Liebeskummer lohnt sich nicht!


Es hat mich erwischtund es ist scheiße! Ich habe Liebeskummer.
Erste Strategie gegen Liebeskummer: 2 Tage lang mit heißer Schokolade unter der Decke verkriechen, heulen und Filme schauen, bei denen Liebe nicht einer der Hauptbestandteile ist. Gar nicht so einfach, da passende Filme zu finden, fast überall spielt die Liebe eine große Rolle. Ein toller Liebeskummerbewältigungsfilm ist allerdings "American Gangster", nebenbei auch einer meiner Lieblingsfilme.
Nach zwei Tagen dachte ich, es geht jetzt wieder, ich kann wieder normal ausgehen. Wollte mich ablenken, neue Leute kennenlernen, die Liebe vergessen! Leider klappt das nicht so einfach weite ich gehofft hatte. Überall dort war ich ja auch mit ihm und immer wieder treibt mir die Erinnerung die Tränen in die Augen.
Habe Ablenkung und Vergessen gesucht mit Alkohol, mit anderen Menschen... Sex, Sessions, alles half nur für den Moment. Danach habe ich mich meist genauso traurig und leer gefühlt wie zuvor.

Aber ihm kann ich deswegen ja nichtmal böse sein. Ich glaube sogar, es hat selten jemand eine Abfuhr noch in so nette Worte verpackt: "Hallo Barbiegirl! Wollte dürr nur sagen, dass es mir leider nicht so geht. :( Freunde bleiben wir trotzdem und don't worry be happy :)"
Ich hatte zuvor geschrieben, dass ich mich verliebt habe, aber auch dass es mir wichtig ist, ihn als Freund zu behalten, sollte er nicht ähnliche Gefühle haben. Man kann sich ja leider nicht aussuchen, wann und in wenn man sich verliebt.
Ich wollte mich auch eigentlich nicht verlieben, ich will dieses ganze Gefühlszeug eigentlich momentan nicht, aber kann es leider nicht aussuchen.
Ich hoffe das geht wie jede Krankheit vorbei. Hat vielleicht irgendwer noch hilfreiche Liebeskummerbewältigungstips?

Samstag, 12. April 2014

Nur Freundschaft - zwischen Mann und Frau


Ich habe manchmal den Eindruck, so manch einer hält es für unmöglich, dass zwei Menschen unterschiedlichen Geschlechts einfach so gut miteinander befreundet sind. Meist wird davon ausgegangen, dass sich bei einem der beiden mehr entwickeln wird. Ausnahme davon natürlich, wenn einer der beiden homosexuell ist. Wer kennt schließlich nicht das Klischee vom besten schwulen Freund, mit dem man all die Dinge machen kann, auf die Männer normalerweise keine Lust haben wie z.B. shppen gehen oder über andere lästern...
Ich möchte hier kurz von mir und meinen Erfahrungen mit dem Thema erzählen. Und mich selbst interessiert dabei brennend, wie das bei hetero- oder homosexuellen Menschen ist! Ob die das Gegenüber vielleicht anders wahrnehmen, einordnen, kategorisieren?
Zunächst habe ich als bisexueller Mensch die größere Auswahl an potentiellen Partnern, da nicht die Hälfte der Menschheit von vornherein rausfällt. Andererseits gibt es genug Menschen, die ich einfach von Charakter her mag und nie als mögliche Beziehungs- oder Sexualpartner wahrgenommen habe. Natürlich weiß ich auch, ob die Person Mann oder Frau ist, aber das ist mir bei Freunden völlig egal. Aufgefallen ist mir diese andere Wahrnehmung erst als ein guter Freund plötzlich eine Freundin hatte. Komischerweise habe ich da zum ersten Mal bemerkt, dass er ja auch ein Mann ist und nicht nur Person xy. Ist vermutlich schwer zu erklären, wie ich das meine...
Auch habe ich einen sehr tollen Freund, zu dem ich letztens sogar gesagt habe: "Du bist wie mein bester schwuler Freund, nur dass Du nicht schwul bist!" Er hat das glücklicherweise genau so verstanden wie es gemeint war und fand's lustig. Mit ihm kann ich über alle meine Männergeschichten und sonstige Probleme reden, aber ich würde nie auf die Idee kommen irgendwas mit ihm anzufangen.
Dass man auch in gute Freunde verliebt, kann natürlich passieren, muss aber nicht. Und ja, das ist mir auch schon passiert und wir haben uns sogar geküsst. Kurze Zeit später allerdings haben wir uns zerstritten und seitdem nichts mehr miteinander zu tun. Immernoch wenn mir zufällig ein Foto von ihr oder uns zusammen in die Hände fällt, vermisse ich sie. Aber vielleicht ist es so besser - vermutlich wäre aus und sowieso nichts geworden...
Ob bei mir Freundschaft einfach nur Freundschaft ist oder einer sich verliebt, hat bei mir nichts mit dem Geschlecht zu tun, sondern mit der Persönlichkeit, dem Charakter.
Aber ich weiß nicht wie das bei Heteros ist. Vielleicht nimmt man da das andere Geschlecht wirklich irgendwie anders wahr als das eigene. Gerade Männern wird ja gerne unterstellt, dass sie an Frauen häufig sexuelles Interesse haben.
Vielleicht daher der Mythos, dass Männer und Frauen nicht einfach nur gute Freunde sein können.

P.s. Das Thema "Freundschaft Plus" ist meiner Meinung nach nochmal eine andere Geschichte und würde hier den Rahmen sprengen.