Samstag, 22. Februar 2014

Eindrücke aus Südtirol

Jetzt bin ich schon eine paar Monate hier und so langsam wird es dann doch mal Zeit für ein paar Bilder :)



Das folgende Bild zeigt mein kleines Bergdorf, in dem ich wohne :)





Auf dem nachfolgenden Bild ist eine typische tirolerische Tradition zu sehen. Krampus. Dieses Bild entstand beim Krampuslauf im Pustertal, an dem viele verschiedene Gruppen von Teufel aus ganz Süd- und Osttirol teilgenommen haben:


Eine bewirtete Almhütte im Eisacktal, auf der ich mit ein paar Freunden und Bekannten zum Essen und anschließendem Rodeln war. Kann ich nur jedem empfehlen, die Aussicht ist fantastisch!

Der Pragser Wildsee im verschneiten und zugefrorenen Zustand. An dem Tag hatten wir kurz zuvor über einen Meter Neuschnee dort:


So habe ich das Jahr 2014 begrüßt. Auf knapp 2400m, dem Gipfel der Plose, bei Brixen:



So, das waren erstmal ein paar Eindrücke meines neuen Zuhause. Im Frühling oder Sommer folgen dann mal Bilder mit weniger Schnee! ;)

Dienstag, 18. Februar 2014

Option - Spuren der Erinnerung

Vor paar Tagen war ich im Stadttheater Bozen bei der Premiere der Vorstellung "Option - Spuren der Erinnerung", eine Kombination aus Schauspiel und Berichten von Zeitzeugen, teilweise direkt auf der Bühne, teilweise über Videoeinblendungen. Bisher wusste ich zwar, was die Option ist und was geschichtlich los war, aber die Berichte von den Menschen, die direkt dabei waren, waren sehr berührend und trieben einem teilweise die Tränen in die Augen.
Für alle, die nicht wissen, was damals passiert ist, hier ein kurzer Überblick: Im Zuge des Einmarsch der Deutschen in Österreich im Jahr 1938 kam auch bei der Südtiroler Bevölkerung eine Hoffnung auf die baldige "Befreiung" Südtirols durch Hitler. Doch im Jahr 1939 wird die Südtirolfrage geklärt, indem eine Umsiedlung der Südtiroler in das Deutsche Reich und im Zuge dessen die Italienisierung Südtirols zwischen Italien und Deutschland vereinbart wird. Dies ist der Beschluss der Option. Bis zum Ende des Jahres 1939 müssen die Südtiroler sich entscheiden, ob sie die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten und in das Deutsche Reich umsiedeln wollen oder bleiben und damit ihre Kultur und auch ihre Sprache aufgeben. Die Gesellschaft spaltet sich, teilweise entzweien sich ganze Familien. Jede Seite hält die andere für Verräter: die einen verraten ihre Heimat, die anderen ihre Kultur und ihr deutsches Volk.
Was die Menschen damals erlebten, wie Freundschaften und Familien daran zerbrachen und einem Südtiroler die Kenntnisse der italienischen Sprache das Leben retteten, all das erfährt man in der Vorstellung von den Beteiligten Personen selbst.
Nach Beendigung des Krieges sind viele wieder in ihre Heimat zurückgekehrt. Und zum Abschluss des Stückes ist genau das Thema: was bedeutet eigentlich Heimat?

Hierzu gab es viele Zitate aus Briefen und Überlegungen der Optanten. Wer jahrzehntelang in Deutschland oder Österreich gelebt hat und dann nach Südtirol zurückgekehrt, wo ist dessen Heimat? Heimat ist dort, wo man sich wohl fühlt. Heimat bedeutet die eigene Sprache und Kultur. Heimat heißt Freunde und Zuhause. Ein Mensch kann durchaus mehr als nur eine Heimat haben. All diese Überlegungen haben mich zum nachdenken gebracht und auch persönlich berührt, da ich -auch wenn ich erst kurz hier bin- meine Heimat und mein Zuhause in Südtirol gefunden habe. Südtirol ist in meinem Herzen, aber trotzdem ist auch mein kleines Dorf in Deutschland für mich Heimat.
Ich bin froh für alle Menschen, dass in Südtirol mittlerweile eine großartige Autonomie existiert und die Menschen friedlich zusammenleben können. Keiner muss sich mehr verstecken, weil er deutsch spricht, es gibt offizielle deutsche Schulen statt geheim, illegal und bedroht in irgendwelchen Katakomben. Aber man merkt, dass viele die Geschichte nicht vergessen haben und auch heute schnell Italienisierung befürchten, beispielsweise wenn es um die Einführung zweisprachiger Schulen geht.
Ich glaube, jetzt habe ich schon mehr in diesen Text gepackt als ursprünglich geplant. Zum Abschluss kann ich nur jedem empfehlen, der in nächster Zeit in Südtirol in der Nähe von Bozen ist, sich das Stück anzusehen, um so ein Teil Südtiroler Geschichte hautnah erleben zu können!

Montag, 17. Februar 2014

BDSM ist nicht nur Sex!


Durch den Comic und die darauffolgende Diskussion bei erzählmirnix juckt es mir schon die ganze Zeit in den Fingern, etwas zum Thema zu schreiben. Das Comic behandelt den Bildungsplan in BW und die Aussage, warum nicht auch Bdsm auf dem Lehrplan steht. Es werden total lächerliche Vergleiche gemacht und so getan, als sei Homosexualität eine Lebensweise und Alltag und hätte fast nichts mit Sex zu tun. Wohingegen Bdsm mit sexuellen Praktiken gleichgesetzt wird. Natürlich sexuelle Praktiken mit denen man Kinder und Jugendliche nicht konfrontieren sollte!
Immer wieder wird der Fehler gemacht, dass nicht zwischen Alltag und Sex unterschieden wird. Außerdem wird so getan als bedeute es für BDSMler wenig bis keine Einschränkung seine Neigung zu verstecken, aber für homosexuelle Menschen ist es ja ach so schrecklich, sich nicht in der Öffentlichkeit küssen zu können. Ich habe im Übrigen kein größeres Problem mit homosexuellen Küssen als mit heterosexuellen in der Öffentlichkeit. Aber möchte mich auch nicht im Sommer verhüllen müssen, damit ja niemand irgendwelche Spuren sieht. Möchte nicht gewisse Zeichen ablegen und so einen für mich wichtigen Teil meiner Persönlichkeit verleugnen.
Das Argument, Bdsm gehört nur ins Schlafzimmer, ist albern, denn Bdsm ist nicht nur Sex! Aber gerade das Ausleben im öffentlichen Raum beschränkt sich auf Kleinigkeiten, die von anderen aber als merkwürdig aufgefasst werden können. Niemand redet davon irgendwas sexuelles wie eine Session in der Fußgängerzone zu veranstalten. Beispiele sind hingegen ein gemeinsamer Spaziergang an der Leine oder wenn Top beim Ausgehen für Sub mitentscheidet. Es scheint für manche Leute nicht vorstellbar, dass es bei diesen Dingen nicht zwangsläufig um sexuelle Erregung geht, sondern einfach um eine andere Art eine Beziehung zu führen. So wie ein homosexuelles Pärchen auch vielleicht einfach wohl fühlt, wenn sie sich an den Händen halten, kann ein Bdsm Paar sich auch einfach wohl fühlen, wenn Sub angeleint ist. Und das kann gänzlich unabhängig davon sein, ob andere Menschen nun Zeuge sind oder nicht. Ein weiteres Beispiel dafür, dass Bdsm nicht nur sexuell ist, ist das gefesselte oder angekettete Schlafen. Dabei fühle ich mich wohl und geborgen und nicht unbedingt sexuell erregt. Es ist einfach eine andere Art von Romantik.
Dann gab es ja noch das Argument, man möchte nicht wissen, ob das Gegenüber Sub oder Top ist, da man ja nichts über das Sexualleben wissen will. Aber ganz ehrlich, wenn jemand schwul ist, habe ich dich viel genauere Informationen über dessen Sexualleben als wenn ich weiß, jemand ist Sub. Bdsm ist einfach so vielfältig und unterschiedlich, dass die Information, jemand sei Sub ziemlich nichtssagend ist, was bestimmte Praktiken angeht.
Jetzt möchte ich noch kurz auf den Lehrplan eingehen und auch darauf, warum ich die Gegenpetition unterschrieben habe. Also klar ist ja jetzt schon mal, ich bin ein homophobes Arschloch! Aber vielleicht ist die Welt nicht immer schwarz oder weiß? Ich finde einige Ausdrücke und Formulierungen im Text der Petition nicht gut. Ich stehe nicht hinter dem Text, aber hinter dem Ziel der Petition. Ich möchte durchaus, dass verschiedene Lebensweisen im Schulunterricht behandelt werden, aber das gehört in den Aufklärungsunterricht und kann da ausreichend besprochen werden ohne in alle anderen Fächer einzugreifen. Homosexualität und ähnliches hat als Thema im Deutsch- oder Mathematikunterricht einfach nichts verloren!
Gerne haste ich im Übrigen auch, dass in diesem Rahmen auch über Bdsm gesprochen wird. Wichtig finde ich es in erster Linie für die Jugendlichen, die selbst diese Neigung haben. Sie sollen erkennen, dass sie völlig normal und bucht krank oder pervers sind. Auch können Verweise auf weiterführende Informationen gegeben werden wie beispielsweise die Internetseite der smjg, die sich speziell am Jugendliche und junge Erwachsene richtet.
So könnte auch vermieden werden, dass diese Jugendlichen über das Internet an die falschen Leute geraten, die sie dann ausnutzen oder missbrauchen und ihnen dann vielleicht noch erzählen bei Bdsm muss das so sein.

Sonntag, 16. Februar 2014

Selbstbewusste, starke Frauen


Bei Christian ist ein Text zu diesem Thema erschienen, der sich an einem Kommentar von Maren abarbeitet. In diesem schrieb sie grob, dass viele Männer Probleme mit selbstbewussten, starken Frauen hätten.
Daraufhin entbrannte eine Diskussion, was überhaupt eine solche Frau ausmache bzw. welche Eigenschaften sie aufweist. Erwähnt wurde unter anderem, dass einige Frauen, die sich selbst für stark und selbstbewusst halten eher Eigenschaften wie aggressives, lautes und unfreundliches Verhalten an den Tag legen, was natürlich beim Gegenüber nicht so gut ankommt. Aber sie verwechseln diese Art mit anderen - hauptsächlich Männern - umzugehen mit Selbstbewusstsein. Dem stimme ich zu, da ich ähnliches schon mal mitbekommen habe und besagte Frau natürlich auch meinte, die Herren hätten ein Problem mit selbstbewussten Frauen. Ich möchte hiermit niemandem der Beteiligten Diskutanten (besonders nicht Maren, die einem durch den Kommentar vermutlich sofort in den Kopf kommt) ansprechen, da ich sie alle zu wenig kenne, um das irgendwie beurteilen zu können.
Allerdings finde ich häufig die Diskrepanz zwischen eigener und fremder Wahrnehmung der eigenen Person interessant. Im Prinzip weiß ich nur, wie ich bei anderen ankomme, wenn ich die anderen frage oder sie mir das unaufgefordert sagen, sonst ist das immer ein Ratespiel. Und nur davon, dass man eine Abfuhr bekommt weiß man nicht mehr als dass man nicht gut ankommt, aber noch lange nicht, warum, aufgrund von selbstbewusstem oder eben auch unfreundlichen Verhalten ist möglich.
Ich selbst weiß, dass ich ziemlich selbstbewusst bin, habe aber ganz andere Erfahrungen gemacht als Maren, nämlich die, dass ich im Großen und Ganzen ziemlich gut bei Männern ankomme. Ich bin auch meist freundlich und unterhalte mich gerne mit allen möglichen Menschen. Wer freundlich ist, bekommt diese Freundlichkeit meist auch zurück. Und wenn ich bei jemandem doch mal nicht gut ankomme, so ist das auch kein Problem, man muss ja nicht mit jedem klarkommen. Aber daraus ergibt sich für mich kein Grund, dem besagten Herren dann Bindungsprobleme oder Angst vor starken Frauen zu unterstellen. So ähnlich schrieb ich das auch in einem Kommentar unter dem Artikel bei Christian. Daraufhin schrieb ein anderer Kommentator, dass das auch ungefähr das wäre, was die attraktiven Frauen aus seiner Umgebung sagen würden. Und das brachte mich auf die Idee, das das Ganze vielleicht eine Art "Teufelskreis" ist: Wenn man häufig nur Ablehnung erfährt, drückt das automatisch auf das Selbstbewusstsein, was wiederum zur Verunsicherung und damit zur "geringeren Attraktivität" führt. Attraktivität besteht meiner Meinung nach nur zu einem geringen Teil aus dem optischen Erscheinungsbild, sondern eigentlich vielmehr aus einem Lächeln und allgemein einer offenen freundlichen Art. Auch ich war früher ein ganz anderer Mensch. Als Jugendliche war ich sehr schüchtern, unsicher und dachte beinahe bei jedem, der mich ansprach, der will mir etwas böses. Ich weiß auch, dass das damals meinem häuslichen Umfeld geschuldet war, denn  meine Eltern waren die ersten Personen, die mir gerne mal erzählt haben, wie dumm, faul und was noch alles negatives ich doch bin. Dadurch, dass sich aber meine Kontakte immer mehr vom Elternhaus weg entwickelt haben, hörte ich von vielen Seiten eher Gegenteiliges, was natürlich aufbaut und darin bestärkt, dass fremde Menschen einem vielleicht doch nicht immer nur Böses wollen.
Aus häufiger Ablehnung kann sich auch eine Art "Trotzreaktion" entwickeln wie "ich bin alleine stark genug und brauche keinen Mann, der mich beschützt oder ähnliches. Und auf jeden Anbahnungsversuch wird mit diesem Gedenken im Hinterkopf reagiert, was natürlich nicht gerade zur angenehmen Gesprächsatmosphäre beiträgt. Ich glaube, dass es für einige vielleicht echt schwierig sein kann, diesen "Teufelskreis" zu durchbrechen.
Das Problem haben Männer also vielleicht nicht mit selbstbewussten Frauen, sondern mit denjenigen, die meinen ihr "Selbstbewusstsein" offensiv, aggressiv zur Schau tragen zu müssen

Samstag, 15. Februar 2014

Männer -_-


Warum müssen Männer immer so kompliziert sein? Ich meine, ich habe hier wahrscheinlich noch nie über meine Beziehung bzw. höchst selten über diese geschrieben, da ich länger keine hatte und mit geht es ziemlich gut damit. Mein Motto ist da, ich bleibe eher alleine als dass ich mich mit einem zufrieden gebe, den ich nicht liebe, der nicht zu mir passt. Ich persönlich habe mittlerweile den Eindruck, dass ich ziemlich hohe Ansprüche habe, aber diese sind alle auf den Charakter bezogen. Berufliche oder finanzielle Situation eines potentiellen Partners ist mir soweit egal, solange ich ihn nicht versorgen muss.
Also ich habe inzwischen den Eindruck, Beziehung kann ich einfach nicht...
Was ich gut kann ist "Freundschaft Plus", damit geht's mir auch ganz gut. Ein oder mehrere gute Freunde, mit dem ab und zu was läuft, das ist sich perfekt solange man nicht den Richtigen gefunden hat. Ich brauche mir keine Gedanken, keinen Stress machen, ob da eine andere ist oder was los ist, wenn er mal keine Zeit hat, muss mir auch keine Eifersuchtsnummern anhören.
Aber jetzt hat sich da was entwickelt, was nicht geplant war und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll, eure ich damit umgehen kann. Ein Freund, mit dem ab und an etwas lief, will mich erstmal nicht mehr sehen. Das macht mich schon ein wenig traurig, da ich ihn ja gerne habe. Aber was ich noch viel bescheuerter finde ist, dass er sich anscheinend verliebt hat und statt mit mir darüber zu reden, mir aus dem Weg geht...
Jetzt fragt ihr euch sicher, wie ich zu dem Schluss komme und ob das nicht etwas hochgegriffen ist, nur weil er mich nicht mehr sehen will. Tatsache ist, er hat es gesagt, allerdings beim Sex, sozusagen "im Eifer des Gefechts". Als er dass erste Mal "ich liebe dich" gesagt hat, habe ich noch geantwortet "sag nichts Falsches", denn wir hatten alles geklärt, wir hatten drüber gesprochen, dass wir keine Beziehung wollen, weder er noch ich. Beim zweiten "ich liebe dich" habe ich es einfach ignoriert.
Schon am nächsten Tag als ich mit einigen Freunden bei ihm in der Bar (er ist der Besitzer unserer Stammkneipe), war er irgendwie komisch zu mir. Ich habe ihn nicht darauf angesprochen, da davon bisher niemand außer uns weiß, im Verstecken sind wir auch gut.
Am nächsten Tag schreibt er mir dann, dass er mich erstmal nicht mehr sehen will und es so nicht weiter geht. Auf meine Bitte, erstmal drüber zu reden, geht er gar nicht ein.
So liebe männliche Leser meines Blogs, kann mir das bitte jemand erklären?!
Es ist alles geklärt, keine Beziehung, dann haut der Typ zweimal "ich liebe dich" raus und kommt mir dann damit, dass er mich nicht mehr sehen will. Was soll das?!