Donnerstag, 31. Oktober 2013

Das Tal

In einem dicht bewaldeten lieblichen Tal,
den Boden berührt kaum ein Sonnenstrahl.
Vom schönen, hohen und hellen Blau
wirkt alles freundlich, friedlich so sehr,
aber unter den Wipfeln, weiß man genau,
verbirgt sich im Geheimen noch so viel mehr.

In einem dicht bewaldeten lieblichen Tal,
am Boden im Geäst findet man große Qual.
Einst hatten Menschen und Tiere dort gewohnt,
viele lebendige Dörfer mit engen Gassen,
dcoh dann kam das Unheil, hat keinen geschont,
so ist es heute still, einsam und verlassen.

In einem dicht bewaldeten lieblichen Tal,
es ist nicht mal so groß, gar schmal
In der Luft liegt stinkender Verwesungsgeruch,
der Boden ist über und über mit Leichen bedeckt,
Jeder dort ist im Kampf gescheitert, beim Versuch
und liegt nun leblos im Wald versteckt.

In einem dicht bewaldeten lieblichen Tal,
den Boden berührt kaum ein Sonnenstrahl.
In der dunklen Einsamkeit, im tiefen Wald,
beherrscht von den letzten Monstern auf Erden,
ist ein Versprechen: wirst du niemals alt,
wirst mit Schrecken in den Augen sterben.

Sonntag, 27. Oktober 2013

Objektifizierung

Objektifizierung steht entgegen der Wahrnehmung anderer als Individuen mit komplexen Persönlichkeiten und eigenen Wünschen und Plänen.
(Zitat von feminismus101)

Fast überall wird eine Objektifizierung als negativ betrachtet. Speziell die Objektifizierung von Menschen in der Werbung wird immer wieder angeprangert. Aber aufgrund der oben angegebenen Definition (die ich im Übrigen für ziemlich treffend und gut halte und daher hier zugrunde lege) sehe ich nichts Falsches an der Objektifizierung an sich. Es gibt vielleicht Situationen, in denen eine Objektifizierung falsch ist, darauf werde ich weiter unten noch eingehen.

Täglich betreiben wir doch auch selbst Objektifizierung von anderen. Wenn ich beim Einkauf die Hilfe einer Verkäuferin benötige, dann interessiert mich auch nicht, ob sie vielleicht gerade irgendwelche persönlichen Probleme, Wünsche oder ähnliches hat, sondern nur ihr Funktion als Verkäuferin. Insofern objektifiziere ich sie hier.
In vielen Situationen ist uns nicht das Gegenüber als Person wichtig, sondern nur die Funktion, die die entsprechende Person erfüllt. Egal, ob als Verkäufer, Mechaniker oder Koch, sie alle haben natürlich ein komplexe Persönlichkeit. Ich denke aber, es ist nicht verwerflich, wenn mich diese Persönlichkeit nicht bei jedem interessiert!

Ein spezieller Fall, der gerade im Feminismus immer angesprochen wird ist die sexuelle Objektifizierung (wiederum ein Zitat von feminismus101):

Sexuelle Anziehung ist nicht das gleiche wie sexuelle Objektifizierung: Objektifizierung tritt nur auf, wenn die Individualität der begehrten Person nicht anerkannt wird. Pornographie, Prostitution, sexuelle Belästigung und die Darstellung von Frauen in Massenmedien und Kunst sind Beispiele für sexuelle Objektifizierung.

Ist das jetzt wiederum negativ? Wenn ich einen Porno sehe, geht es dabei doch auch nur um den Akt, um die Erregung beim Zuschauer. Denkt ein Pornodarsteller in diesen Filmen wirklich, dass ihre persönlichen Wünsche beim Zuschauer von Interesse sind? Haben diese Darsteller überhaupt selbst ein Interesse daran, dass die Zuschauer sich für ihre Persönlichkeit interessieren - ich habe da so meine Zweifel. Am Set sind sie das vermutlich teilweise schon und jeder Darsteller hat seine eigenen Grenzen, das ist eine ganz andere Sache. Aber als Zuschauer möchte ich mir dazu keine Gedanken machen, das würde auch nur den Sinn des Filmes zerstören. Also sexuelle Objektifizierung auf jeden Fall gegeben, aber ist diese negativ?

Bei der Prostitution gibt es sowohl das eine so wie auch das andere. Es gibt durchaus Kunden, die auch an der Person der Prostituierten interessiert sind und gerade Stammkunden bauen aus ihrer Sicht gerne eine Art freundschaftliches Verhältnis auf, obwohl auf beiden Seiten klar ist, dass es sich um ein Geschäftsverhältnis handelt. Andere wiederum sind vielleicht nur am Akt selbst interessiert - sexuelle Objektifizierung. Aber warum ist das jetzt so viel schlimmer als wenn ich die Verkäuferin objektifiziere, es geht in beiden Fällen um ein Geschäftsverhältnis.

Sexuelle Belästigung halte ich in vielen Fällen nicht für eine Objektifizierung. Den Belästigern geht es doch häufig eben darum, die andere Person klein zuhalten und sich einen Spaß auf ihre Kosten zu ermöglichen. Es soll dem Gegenüber schlecht gehen. Dies zielt aber eben genau auf die Persönlichkeit der Person und es geht nicht mehr um den Körper als sexuelles Objekt der Begierde. Und was die Massenmedien und Kunst angeht, da hängt es doch wohl sehr vom Einzelfall ab.


Sexuelle Objektifizierung in der Werbung
Wahrscheinlich das strittigste Thema, wenn es um Objektifizierung geht. Auf Werbeplakaten und in Werbeanzeigen werden teilweise sexuell aufreizende Frauen, die nicht im eindeutigen Zusammenhang mit dem Produkt stehen (es geht hier also nicht um Dessouswerbung mit Frauen in Unterwäsche), abgebildet, um Aufmerksamkeit zu erregen und speziell männliches Publikum zum Kauf anzuregen.
Zum einen werden in der Werbung natürlich alle Personen, die irgendwie abgebildet werden objektifiziert, denn es geht nie um die Persönlichkeit, sondern immer nur einen bestimmten Aspekt, der mehr oder weniger zum angepriesenen Produkt passt.
Wenn jetzt aber völlig unabhängig vom Produkt beispielsweise ein Auto mit einer halbnackten aufreizend gekleideten Frau beworben wird handelt es sich eindeutig um sexuelle Objektifizierung. Und hier ist das einzige Thema, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob die Objektifizierung nicht doch negative Auswirkungen auf unsere Gesellschaft hat. Natürlich möchte ich keiner Frau absprechen, sich irgendwie aufreizend in der Öffentlichkeit und auch auf Werbeplakaten zu präsentieren, aber die Frage stellt sich, wie das bei anderen - besonders Kindern und Jugendlichen - wirkt.
Wenn eine solche sexuelle Objektifizierung häufiger in der Werbung stattfindet und Kinder quasi damit aufwachsen, dann könnte ihnen dadurch vermittelt werden, dass es normal ist, Frauen nur als Objekte zu betrachten und nicht als ein gleichwertiges Gegenüber.
Andererseits sollten die meisten Menschen - egal welchen Alters - in ihrem Leben genug mit anderen Menschen zu tun haben, dass sie nicht unbedingt ein Klischee, welches in der Werbung (relativ selten momentan) vorkommt als eigene Ansicht übernehmen. Also ob hier wirklich ein Problem vorliegt bin ich mir nicht sicher.
Weiterhin ist eine solche Art der Werbung natürlich sexistisch gegenüber Männern und Frauen, indem sie einerseits Frauen als sexuelles Objekt anpreist und andererseits Männern unterstellt, triebgesteuert zu handeln.


Unterschied zwischen sexueller Objektifizierung und sexueller Anziehung
Im Zitat oben wird betont, dass es sich nicht um das selber handelt und auch dem stimme ich zu. Sexuelle Anziehung kann viele Gründe haben, beispielsweise auch eine tolle Persönlichkeit. Ich selbst merke häufig, dass gerade Menschen, die ich besser kennen lerne und die ich sehr, sehr gerne mag, für mich persönlich auch häufig optisch an Anziehung gewinnen, was aber meiner Meinung nach in der Persönlichkeit begründet liegt. Allerdings denke ich, dass sexuelle Anziehung beispielsweise eine Grundlage für folgende sexuelle Objektifizierung sein kann. Sexuelle Objektifizierung im persönlichen Umgang.
Ein Sexualobjekt, ein Objekt der sexuellen Begierde ist doch der Sexualpartner im entsprechenden Moment auch. Im Bett (oder wo auch immer) denke ich nicht über irgendwelche komplexen Persönlichkeitsstrukturen oder den tollen Charakter meines Gegenüber nach, sondern bin sexuell interessiert, betrachte die andere Person als Sexualobjekt.
Es geht um Sex, um Körper, um Spannung und manchmal um Liebe und um Macht - aber niemals darum, mich einer tollen Persönlichkeit zu erfreuen. Manchmal hilft natürlich eine tolle Persönlichkeit dabei, so weit zu kommen, manchmal auch Geld oder die Lust alleine. Sexualobjekt sein und andere als Sexualobjekt zu betrachten ist doch ganz wunderbar!

Samstag, 26. Oktober 2013

Unfreundlich aus Prinzip

Auf ihrem Blog erzählt Antje Schrupp, wie ein Erlebnis in der Jugend für sie eine Einweihung in dieunselige symbolische Ordnung des Patriarchats war. Noch während sie mit einem Freund rumknutschte erteilte sie ihm plötzlich eine Abfuhr und war anschließend darüber schockiert, dass dieser verärgert reagierte.
Aus dieser Situation zieht sie allerhand „Lehren“ für die Zukunft: Freundlichkeit und Offenheit von Männern würde offenbar als Versprechen für Mehr betrachtet und Männer wären in dem Glauben, sie hätten irgendwelche Ansprüche.
Daraus folgte die Konsequenz, dass sie Männern gegenüber nun sehr, sehr unfreundlich ist. Es besteht also keine Chance für einen Mann Frau Schrupp irgendwo kennenzulernen außer im Internet. Denn sie blockt ansonsten alle Versuche sofort ab, weil ein Lächeln ja als Aufforderung zum Sex verstanden werden könnte.

Ich muss ehrlich sagen, mir tut sie in diesem speziellen Punkt sehr leid. Ich lese häufig und gerne ihren Blog und bin auch öfters mal ihrer Meinung. Aber das Lesen dieses Beitrags hat bei mir nur eine Traurigkeit und Mitleid erzeugt. Sich selbst so einzusperren ist doch einfach nur schrecklich, ich war regelrecht schockiert!

Ich kann die Reaktion der männlichen Person (leider erfährt man nichts über das Alter) durchaus nachvollziehen. Ich hätte mich auch ziemlich geärgert, wenn ich mit einem Typen rumgemacht hätte, den ich vermutlich noch ziemlich heiß gefunden habe und der mir dann plötzlich eine Abfuhr erteilt. Meiner Meinung nach eine durchaus sehr verständliche Reaktion. Natürlich hat niemand einen Anspruch auf irgendwas, was eine andere Person nicht möchte. Aber dennoch sollte man sich vielleicht vorher überlegen, was und wie weit man gehen möchte, um eventuell niemanden zu verletzen. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass eine solche Situation für das Gegenüber ziemlich verletzend sein kann.

Aber daraus jetzt abzuleiten, dass Freundlichkeit und Offenheit von Männern generell als eine Aufforderung zu mehr interpretiert wird, erschließt sich mir nicht. Ich selber bin ein ziemlich freundlicher und offener Mensch. Ich bin in der Öffentlichkeit vom Verhalten her vermutlich so ziemlich das Gegenteil von Antje Schrupp. Ich lerne gerne neue Menschen kennen - und das völlig unabhängig vom Geschlecht. Wenn ich ohne Zeitdruck unterwegs bin, ist ein wenig Smalltalk häufig ganz angenehm. Gerade in öffentlichen Verkehrsmitteln finde ich es sonst recht langweilig.
Auch die Kommentare auf dem Blog sind ganz interessant und lassen sich wohl in drei Kategorien untereteilen:

  1. Zustimmung: Frauen, die gleicher Meinung sind und ähnlich handeln. Männer, die sich bemühen, Frauen nicht zu ängstigen, indem sie z.B. die Straßenseite wechseln.
  2. Vorwurf von Verurteilung aufgrund eines körperlichen Merkmals (hier Geschlecht), der Vergleich zum Rassismus wird gezogen.
  3. Personen, die ihr Verhalten überhaupt nicht nachvollziehen können und nicht verstehen.

In Kommentaren wird unter anderem auch bemängelt, dass nach einem Gespräch häufig nach der Telefonnummer gefragt werde, da der Mann sich wohl mehr erhoffe. Ganz ehrlich, wenn ich mich über einige Zeit gut unterhalten habe und die andere Person nett finde, so tausche ich doch gerne die Telefonnummer aus, um weiter in Kontakt zu bleiben. Wobei ich in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht habe, dass bei mir eher Frauen nach einer Telefonnummer oder einem Wiedersehen fragen. Vielleicht ist es schon so weit, dass Männer selbst damit negative Erfahrungen machen mussten und nur noch selten fragen. Ich persönlich habe übrigens noch keinen Mann erlebt, der mir nach einer netten Unterhaltung auf Nachfrage nicht seine Telefonnummer geben wollte. Und  wenn man sich nur noch einmal auf ein freundschaftliches Gespräch trifft. Allerdings bekam ich auch einmal die Antwort, er habe eine Freundin, was wohl darauf schließen lässt, dass manche Männer auch der Meinung sind, Frauen würden immer gleich mehr wollen. Als ich dann mit „ich wollte deine Telefonnummer und nicht mit dir ins Bett“ geantwortet habe, bekam ich die doch noch :) und wir sind immer noch befreundet, leider wohnt er mittlerweile weiter weg.

Ich finde es schade, dass mit einem solchen Verhalten, Unfreundlichkeit aus Prinzip, den entsprechenden Personen viele tolle Begegnungen und Menschen entgehen. Außerdem finde ich dieses Verhalten auch für unsere Gesellschaft schade. Gesamtgesellschaftlich betrachtet führt dies einerseits dazu, dass Kommunikation und der Umgang fremder Menschen miteinander weiter abkühlt und andererseits wird damit evtl. das zuvor kritisierte Verhalten von Männern miterzeugt. Wenn Männer es gewohnt sind, dass Frauen generell unfreundlich sind, außer sie sind sexuell interessiert (so wie Antje Schrupp selbst schreibt), dann muss man sich doch nicht wundern, dass sie bei freundlichen Frauen sofort ein sexuelles Interesse vermuten.
Glücklicherweise ist es noch nicht so weit und ich kann weiterhin ohne Probleme freundlich und offen sein. Nette Menschen - Männer und Frauen - kennenlernen und Freundschaften knüpfen ohne Hintergedanken!

Christian hat sich auf seinem Blog ebenfalls mit dem Artikel von Antje Schrupp befasst: „Sowas kannst dunicht machen, mich aufgeilen und dann nicht zum Ende kommen“

Dienstag, 22. Oktober 2013

20 Dinge über mich


Schon vor einiger Zeit hatte ich auf verschiedenen Blogs diese Listen gelesen und darüber nachgedacht, selbst eine zu schreiben, aber das ist wieder in Vergessenheit geraten. Als ich jetzt bei ninialagrande ihre 20 Dinge gelesen habe, kam die Idee wieder mehr in den Vordergrund. Ich versuche einfach mal Dinge zu nehmen, die mir wichtig sind oder, die ich interessant finde. Manche sind vielleicht schon bekannt, andere nicht. Los geht's!

1. Ich liebe es Gedichte zu schreiben. Ihr werdet euch jetzt vielleicht wundern, dass hier bisher so selten Gedichte erschienen sind, aber irgendwie sind sie mir teilweise zu persönlich. Ich habe einen ganzen Ordner mit über 100 Gedichten, der sich seit Jahren vergrößert, vielleicht veröffentliche ich hier in der Zukunft mal das ein oder andere daraus.

2. Ich gehe fast jeden Sonntag in die Kirche und das ist nicht irgendein Zwang oder weil ich mir sage als Gläubiger gehört (das sehe ich nämlich nichtmal so) das so, sondern ich mag Kirche. Ich freue mich immer schon die ganze Woche auf den Gottesdienst.
 


3. Ich bin tätowiert und es wird noch mehr werden. Bisher ziert ein Kreuz meinen Nacken, welches dafür steht, dass Gott immer für mich da ist und auf mich aufpasst. Außerdem habe ich einen Drachen am Knöchel/Fuß, der so ein bisschen mich selbst darstellen soll. Und der Drache ist mein chinesisches Sternzeichen. :) Das nächste wird übrigens was zum Thema Freiheit auf dem linken Unterarm, bin momentan aber nicht so kreativ, was zu zeichnen, also dauert es noch ein bisschen.

4. Mein Musikgeschmack ist sehr weit gestreut. Wenige Musiker gefallen mir so gut, dass ich die CD kaufe. Bisher gibt es da zwei, die aus total unterschiedlichen Richtungen kommen und bei denen ich froh bin, beide bereits live gesehen zu haben: Nyusha und Frei.Wild. Nyusha macht russischsprachige Popmusik und Frei.Wild Deutschrock. Beides prima!

5. Ich bin seit kurzem Mitglied im Frei.Wild Supportes Club. Dadurch habe ich in kurzer Zeit schon unglaublich viele tolle und interessante Menschen (unter anderem auch die Band selbst) kennen gelernt und einige neue Freunde gefunden
 Habe viel Spaß auf unterschiedlichen Aktionen und Konzerten gehabt, wie z.B. auch beim Gipfelsturm. Und hoffentlich werden noch ganz viele tolle Aktionen kommen.

6. Ich habe einen Kater und der heißt Katze.



7. Als Jugendliche war ich Mitglied bei den Pfadfindern. Das ist definitiv eine der coolsten Jugendorganisationen, die es gibt! Wandern, quatschen, Party machen - super!

8. Ich gehe gerne mal alleine tanzen. Wenn mir danach ist, dann finde ich es echt auch mal ganz angenehm, mich nach niemand anderem richten zu müssen und einfach die Musik zu genießen.

9. Ich bin generell mal ganz gerne alleine, weit weg von Stress und Trubel. Große Menschenmengen machen mich ein wenig aggressiv. Deshalb mag ich es auch überhaupt nicht, wenn nach der vorlesungsfreien Zeit die Uni wieder anfängt, die ist dann nämlich immer so unglaublich voll mit Menschen...

10. Ich bin ziemlich spontan und mache meist nur Dinge, auf die ich gerade Lust habe. Das Leben ist nämlich viel zu kurz, um zu viel Zeit damit zu verbringen nur an die Zukunft zu denken oder in der Vergangenheit zu leben. Ich lebe im hier und jetzt und genieße mein Leben!

11. Spontan habe ich mich übrigens auch entschieden auszuwandern. Mir hat es in Südtirol so gut gefallen, dass ich dort nun bald wohnen werde. Mehr dazu folgt noch in einem eigenen Artikel.
 



12. Ich habe mal ein eintägiges Festival mit über 14000 Besuchern organisiert. Mit Culcha Candela als Headliner.

13. Ich koche und backe total gerne und liebe es, neue Gerichte ausprobieren. Deshalb habe ich auch eine ganze Sammlung von Back- und Kochbüchern.

14. Eine Sammlung habe ich auch von Kuscheltieren, mindestens 500 haben sich im Laufe der Jahre angesammelt. Zum Großteil liegen die mittlerweile im Kerker, aber weggeben kann ich sie nicht, den jedes hat seine eigene Geschichte und Erinnerungen.

15. Meine Hobbies sind Wandern, Schwimmen und Segelfliegen.

16. Ich bin Mitglied in sechs Vereinen. Da sind zum Beispiel der Flugverein, das racingteam (wir bauen ein Rennauto) oder der Tierschutzverein.

17. Ich engagiere mich politisch bei uns an der Hochschule, mittlerweile beim RCDS, zuvor in einer anderen Gruppierung. Ich war ein Jahr lang Referentin im AStA (allgemeiner Studierendenausschuss) und zwei Jahre Mitglied im Studierendenparlament.

18. Ich schreibe gerade an einem Mathematikbuch. Keins für eine bestimmte Jahrgangsstufe mit Aufgaben, sondern eins, in dem der gesamte wichtige Stoff bis zum Abitur einfach und anschaulich erklärt wird. Ich habe nämlich häufig die Erfahrung gemacht, dass viele Schüler die Erklärungen oder Merksätze in herkömmlichen Büchern nur sehr schwer verstehen.

19. Ich trage im Alltag keine Hosen. Besitze bestimmt 50 Kleider und Röcke, aber mit Ausnahme von zwei Sporthosen keine Hose.

20. Ich trinke keinen Kaffee. Ich mag das Zeug einfach nicht und wundere mich häufig darüber wie selbstverständlich es heutzutage ist, bei allen Gelegenheiten Kaffee zu trinken. Dabei gibt es dich so viele Getränke, die besser schmecken: Orangensaft, verschiedene Sorten Tee, Kakao...

Yeah, meine Liste ist fertig! Die Reihenfolge hat übrigens nichts zu bedeuten und ist denn Zufall geschuldet. Wenn ich die ganzen anderen Texte zu diesem Thema finde, werde ich sie hier noch verlinken. Achso und ich fände es ganz toll, bei jemand weiterem ebenfalls eine solche Liste zu lesen.

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Ich will nicht berühmt sein!

Immer diese Menschen, die sich auf Facebook oder irgendwelchen anderen Plattformen profilieren, um möglichst viele „Fans“ zu bekommen. Viele haben den Traum davon, berühmt zu sein und von allen geliebt zu werden. Aber da ist schon der Widerspruch: Jeder, der irgendwie berühmt ist, hat meist nicht nur Fans, sondern auch Gegner.
Ich will ganz sicher nicht berühmt sein! Für mich überwiegen einfach die Nachteile. Einerseits gibt es diejenigen, die teilweise krasse Gegner sind - je nachdem wofür man berühmt ist. Diese Gefahr sehe ich auch am Beispiel Frei.Wild, wenn nicht nur die Musiker, sondern sogar deren Familie oder Mitarbeiter von radikalen Gegnern bedroht werden. Wenn die Familien mit reingezogen und angefeindet werden, geht das eindeutig zu weit. Das würde ich für meine Familie und Freunde nicht wollen.
Außerdem gibt es Menschen, die einen dafür nutzen wollen, sich selbst zu profilieren. Es wird versucht, sich mit vermeintlichem Insiderwissen in den Vordergrund zu drängen. Das heißt, jede bekannte Person muss wiederum aufpassen, wem sie was anvertraut, es besteht häufig die Gefahr, dass die entsprechende Person damit zum nächsten Klatschblatt rennt, um selbst etwas vom Ruhm abzubekommen. Denn komischerweise gibt es haufenweise Menschen, die sogar eine solche Art von Berühmtheit erstrebenswert finden - selbst wenn sie dadurch echte Freunde verlieren.
Oder es wird dann eben was erfunden. Da wird ein liebender Familienvater in der nächsten Ausgabe mal schnell der in Scheidung lebende Rockstar, der keine Chance auslässt, sich mit irgendwelchen Groupies zu vergnügen. Solche Geschichten sind sehr belastend für die entsprechenden Personen und ich wundere mich immer wieder wie souverän manche Menschen damit umgehen können. Mich würde das definitiv fertig machen.
Toll ist natürlich, dass mit der Berühmtheit auch positives Feedback nicht ausbleibt. Fans, die einen unterstützen und bewundern - das ist für viele bestimmt eine Art Ausgleich. Leider kann auch das ins Gegenteil umschlagen und psychopatische Stalker, die einen nicht mehr in Ruhe lassen sind das Ergebnis. Wenn einem eine bis dahin völlig unbekannte Person die eigen gesamte Lebensgeschichte und sämtliche Verwandtschaftsverhältnisse erzählt, ist das schon ganz schon gruselig. Ich wäre ehrlich gesagt ziemlich geschockt.
Vielleicht sehe ich das auch zu negativ, aber ich habe in letzter Zeit leider zu viel von diesen Dingen mitbekommen. Wo bitte ist der große alles überschattende Vorteil daran, berühmt zu sein. Falls diesen Text Menschen lesen, die gerne berühmt wären, so würde mich das warum ernsthaft interessieren.

Ich bin froh, dass ich nicht berühmt bin.  Und ich hoffe, dass ich niemals zufällig für irgendwas berühmt werde.