Sonntag, 27. Januar 2013

#aufschrei


Ein Aufschrei geht durchs Land. Nachdem eine Journalistin in einem Stern Artikel dem FDP-Politiker Brüderle Sexismus bzw. eine sexistische Anmache im beruflichen Kontext vorgeworfen hatte, stürzen sich alle darau.
Wenn man etwas über die Situation oder die Reaktionen verschiedener Politiker erfahren möchte, muss man nur mal auf Google „Brüderle“ eingeben und auf News klicken, zig Seiten, die sich nur mit diesem Thema befassen. Ich möchte eigentlich gar nicht so viel zu diesem speziellen Fall schreiben, da man trotz all der tausend Seiten und Nachrichten relativ wenig von der Kommunikation der zwei miteinander erfährt. Vielleicht ist er etwas aufdringlich geworden, vielleicht hat sie das nur so aufgefasst - die einzigen, die das wissen, sind die zwei Personen selbst. Auch, dass der Artikel gerade jetzt erscheint, scheint ziemlich berechnet zu sein - egal ob jetzt vom Stern oder der Journalistin selber.

Es ist viel wichtiger, was das nach sich zog. Auf twitter gibt es zehntausende Posts unter dem Hashtag #aufschrei, die sich mit dem allgegenwärtigen Sexismus bzw. mit sexueller Gewalt beschäftigen. Tausende Frauen erzählen von ihren Erlebnissen, um so klar zu machen, dass es sich dabei nicht um einen Einzelfall handelt. In der gesamten Gesellschaft gibt es immer wieder solche unerwünschten Situationen und teilweise Verbrechen (wenn es sich dann um sexuelle Gewalt handelt). Ich selbst habe wenig zu berichten, aber vielleicht auch, weil ich meine Grenze anders setze (siehe auch warum treffe ich keine Arschlöcher). Dennoch glaube ich all diesen Menschen ihre Erlebnisse und möchte sie ernst nehmen. Daher finde ich die Aktion gut und hoffe, dass sie etwas bewirkt. Ich möchte hiermit auch darauf aufmerksam machen und hoffe, dass ein Umdenken bei einigen Menschen kommt. Dass vielleicht mehr gesprochen als gegrapscht wird, dass gefragt wird, bevor jemand angefasst wird, dass ein Nein sofort und ohne irgendwelche anschließenden Diskussionen akzeptiert wird.

Ich hoffe aber auch, dass diese Aktion nicht dazu führt, dass jede Frau jeden Mann unter diesen Vorzeichen betrachtet. Ich hoffe, dass ich bei einem Kennenlernen noch in der Lage bin genauso locker und offen auf neue Leute zu zugehen, auch wenn ich weiß, wie viele so etwas erlebt haben.
Ich möchte nicht, dass das ins Gegenteil kehrt und jeder Mann nun als ein Sexist gesehen wird. Genauso wenig möchte ich natürlich, dass Frauen weiter unter solchen Dingen leiden müssen!


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