Montag, 12. November 2012

Anti-shopping-tipps

Gibt es so etwas? Also ich werde hier natürlich auch noch Läden und Shops vorstellen, die ich toll finde, aber erstmal, was ich scheiße finde, weil es mich aufregt!


Primark:
Ein Unternehmen, dass sich wie eine Seuche zu verbreiten scheint und von vielen Leuten hört man, wie toll das doch ist. Ich war insgesamt zweimal in zwei unterschiedlichen Filialen (Bremen und Dortmund). Was ich dort sah, war echt schlimm: Billige Kleidung von extrem schlechter Qualität, würde man die Stoffe noch dünner machen, dann wären sie beinahe unsichtbar. Mitarbeiter, die sich nicht für ihre Kunden interessieren. Ein Geschäft, dass eingestellt ist auf die Massenabfertigung. Schreckliche Atmosphäre, schreckliche Klamotten (ok, über Geschmack lässt sich streiten - rede hier auch mehr von der Qualität). Ich habe allerdings ein paar Schmuckstücke für wenige Euro gekauft unter der Devise, dass sie für mich Einwegteile sind (denn auch hier ist null Qualität drin).
Auch die Arbeitsbedingungen, die bei diesem Geschäftsmodell herrschen werden, sind nicht die besten. (siehe hierzu „Der Trick mit den Billig-T-Shirts aus Irland“ in der Welt vom 4. August 2012)

Deichmann:
Teilweise ganz gut aussehende Schuhe, so gut wie immer schlechte Qualität und schlechter Service. Ich habe damit mehrfach Erfahrungen gemacht und jetzt reicht’s mir! Schuhe sind grundsätzlich nach ein paar Monaten kaputt (unter der Bedingung des täglichen Tragens und nicht nur alle paar Wochen einmal).
Bei meinen letzten Schuhen bin ich dann hingegangen und habe reklamiert: Bereits nach acht Wochen löste sich mein oberer Schuh von der Sohle, so dass es von Vorne aussah, als würde der Schuh seinen Mund öffnen. Die Verkäuferin meinte daraufhin, es handelt sich dabei um normalen Verschleiß (natürlich, es ist ganz normal, dass Schuhe nach acht Wochen nicht mehr tragbar sind io.).  Wir haben in Deutschland laug §476 einen Gewährleistungsanspruch mit Beweislastumkehr. Das bedeutet Der Verkäufer müsste mir nachweisen, dass ich für den Schaden verantwortlich bin. Haben die aber nicht, ich sollte mich doch an einen Anwalt wenden. Habe ich wegen der 20 Euro dann nicht gemacht. Allerdings hoffe ich, dass immer mehr Leute nicht mehr bei diesem unseriösen Unternehmen kaufen werden.

Onlineshop „Simply Be“
Die Mode sieht gut aus auf den Bildern, aber leider kann ich nichts über Qualität o.ä. beurteilen, da meine Bestellung nie bei mir ankam. Als ich nach Bewertungen im Netz suchte (hatte schon Angst, bei einem Betrüger gelandet zu sein), fand ich tatsächlich Menschen, die Ware bekommen hatten (also doch nicht nur ein Betrüger). Allerdings gab es viele Personen, die von ähnlichem berichteten: Bestellungen, die viel zu spät, nie, unvollständig und falsch geliefert wurden. Also wenn man einen verlässlichen Onlineshop sucht, besser Finger Weg von Simply Be!

Achtung: Ich bin Privatperson, habe beruflich nichts mit einem dieser oder einem Konkurrenzunternehmen zu tun und teile hier nur meine eigene Meinung und Erfahrungen mit. Es bleibt jedem anderen frei, dort eigene Erfahrungen zu machen - evtl. auch andere.

Bald folgen natürlich auch die positiven Shopping-Tipps ;)

Vielleicht hat der ein oder die andere auch noch selbst schlechte Erfahrungen, das könnt ihr gerne in den Kommentaren mitteilen! 

Kommentare:

  1. aehm, super Einstellung nen laden wegen nachgewieser Ausbeutung von Arbeiterinnen zwar Scheiße zu finden, die logischerweise durch Ausbeutung, lohndumping und Einsparungen absolut minderwertigen Produkte trotzdem zu kaufen schon unter der Prämisse, das danach wegzuwerfen und also vorkommen ohne Not 1. eine Firma die ihren Reichtum und ihren Erfolg auf Ausbeutung bauen(auch das billige Grundmaterial muss ja von jemandem produziert werden und bei nem € s Stück bleiben n cent für die ArbeiterInnen übrig. Arbeitsschutz? Zu teuer.
    Und 2 die Natur ohne Not zu verpesten indem du Müll kaufst der 100% unter Umweltverpestung hergestellt wurde. Naja, solange es nicht 'unsere' Flüsse oder 'unsere' Quellefrauen trifft ist die Gier wichtiger.
    Aber doof findest den Laden schon und zeigst des dadurch, dass du denen deine kohle gibst..vll ETWAS inkonsequent?

    Warum eigentlich nicht was qualitatives, fair produziertes, an dem du lange Freude hast-weil es toll ist, weil es nicht auf Ausbeutung&Unterdrückung basiert sondern auf Fairness. Und vll ist es sogar Umweltverträglich hergestellt? Womöglich hält es eeewig und irgendwann tauschst du es auf ner Kleidertauschparty um und kannst erzählen, dass mit dem Geld für die Kette Kinderzwangsprostituierte therapeutisch behandelt wurden und dass dieses 10000000 mal besser ist als ausbeutungsmüll.

    So teuer sind die Sachen nicht und weltläden gibts überall.

    Also, werd fair ;-)

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  2. Wie mein Post schon zeigt, war ich dort das erste mal und werde dort nicht wieder hingehen. Natürlich versuche ich meistens darauf zu achten, dass die Dinge fair produziert sind, aber das ist natürlich nicht bei allen Geschäften so einfach rauszufinden...
    Und Weltläden kenne ich sehr gut von Innen, da ist die Auswahl aber meist sehr gering.

    Ja, ich habe bei Primark ein paar Euro (fünf oder so) gelassen, aber zu dem Zeitpunkt wusste ich nichts von den Arbeitsbedingungen (sondern nur von der Situation im Laden), da ich das Geschäft nicht kannte. Und wenn ich durch eine Innenstadt bummel, habe ich nunmal auch nicht immer die Möglichkeit, mich zuvor über jeden vorhandenen Laden zu informieren.

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